Dienstag, 26. Mai 2020

Neuer Flughafen Berlin Verheerende Sicherheitsmängel vereiteln Weiterbau

Machtlos gegen die Mängel: Arbeiter auf der Baustelle des Flughafens Berlin-Brandenburg Willy Brandt

2. Teil: Wowereit hält an umstrittenem Flughafen-Chef fest

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft ist, hatte während der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses im Dezember eingeräumt, dass die Bauarbeiten etwa bei der Brandschutzanlage noch nicht wieder aufgenommen werden konnten. Er hoffe, dass die vertraglichen Vereinbarungen mit den betroffenen Baufirmen in den nächsten Tagen zum Abschluss gebracht werden und die Arbeiten dort bis Mitte Januar beginnen könnten, sagte Wowereit am 13. Dezember.

Das Land ist mit 37 Prozent an der Betreibergesellschaft des Flughafens beteiligt. Weitere Anteilseigner sind das Land Brandenburg mit 37 Prozent und der Bund mit 26 Prozent.

Wowereit stützt derweil weiter den umstrittenen Flughafenchef Rainer Schwarz. "Wir haben im Aufsichtsrat - auch gemeinsam mit den Vertretern des Bundes - entschieden, nicht die komplette Geschäftsführung der Flughafengesellschaft auszutauschen", sagte Wowereit der "Berliner Morgenpost" (Sonntag).

Der Baubereich des Flughafens Berlin-Brandenburg in Schönefeld gehöre nicht zum Geschäftsbereich von Schwarz. Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) hatte zuletzt wiederholt offen die Ablösung von Schwarz als Konsequenz aus den mehrfach verschobenen Eröffnungsterminen gefordert.

"Rainer Schwarz wird absichtlich vieles vorgeworfen, wofür er nichts kann", mit diesen Worten verteidigte Wowereit den Sprecher der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft. Es würde nichts bringen, ihn auszutauschen. "Wir brauchen endlich mal Ruhe im Verfahren und nicht wieder Neuanfänge", sagte Wowereit.

nis/dapd/afp/dpa-afx

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