Schrumpfkur Iberia streicht 4500 Stellen

Die Spanien-Krise trifft auch die größte Fluggesellschaft des Landes hart: Iberia kündigt einschneidende Sparmaßnahmen an. So sollen Stellen gestrichen und die Flotte verkleinert werden. Zudem stehen Lohnkürzungen an.
Am Boden: Bei der Fluglinie Iberia läuft es nicht gut

Am Boden: Bei der Fluglinie Iberia läuft es nicht gut

Foto: SUSANA VERA/ REUTERS

Madrid - Bei der spanischen Fluggesellschaft Iberia  sollen im Rahmen eines Sanierungsplanes 4500 Stellen wegfallen. Die Iberia-Flotte werde zudem um 25 Maschinen verkleinert, teilte der Mutterkonzern International Airlines Group (IAG) am Freitag mit.

Der Konzern kündigte zudem Lohnkürzungen an und setzte den Gewerkschaften eine Frist bis Ende Januar, um eine Einigung über Stellenstreichungen zu erzielen. Sollte es keine Übereinkunft geben, werde die Kapazität weiter verringert.

"Iberia kämpft ums Überleben", sagte der Chef der Fluglinie, Rafael Sánchez-Lozano. Jeden Tag verbrenne die Gesellschaft 1,7 Millionen Euro. Dies liege nicht nur an der Euro-Schuldenkrise und der schwierigen Lage in Spanien. Die Kosten seien schlicht zu hoch.

Für eine Verständigung mit den Gewerkschaften setzt das Management eine enge Frist. Bis Ende Januar 2013 müsse eine Vereinbarung stehen. "Wenn wir uns nicht verständigen, müssen wir noch radikaler durchgreifen, und die Kürzungen bei Flugangebot und Jobs fallen noch gravierender aus", sagte Sánchez-Lozano.

Der IAG-Konzern, zu dem auch British Airways  gehört, hat mit gestiegenen Treibstoffkosten und der schweren Krise in Spanien zu kämpfen. Im abgelaufenen Quartal sank der Betriebsgewinn im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um ein Viertel auf 270 Millionen Euro.

cr/rtr/dpa-afx
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