Mittwoch, 19. Februar 2020

Rohstoffe Bayer investiert Milliarden in Pflanzenschutzsparte

Pflanzen der Zukunft: Im Labor von Bayer CropScience werden Pflanzen mit neuen Eigenschaften wie Herbizidtoleranz ausgestattet

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer nimmt viel Geld für den Ausbau seiner boomenden Pflanzenschutz- und Saatgutsparte in die Hand. Bis 2016 will das Unternehmen sieben Milliarden Euro in den Ausbau des Bereichs "CropScience" investieren, der zuletzt stark von der Nachfrage aus den USA profitierte.

Leverkusen - Zwischen 2011 und 2016 werde der Bereich CropScience sieben Milliarden Euro investieren, kündigte der Konzern am Donnerstag in Monheim bei Köln an. Fünf Milliarden davon sollen in die Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel und neuen Saatguts fließen, zwei Milliarden in den Bau neuer Produktionsanlagen.

Die neuen Produkte aus den Bereichen Saatgut sowie chemische und biologische Pflanzenschutzlösungen hätten eine vielversprechende Zukunft. "Wir erwarten für die Produkte, die zwischen 2011 und 2016 auf den Markt kommen, ein Spitzenumsatzpotenzial von mindestens vier Milliarden Euro", sagte Sandra Peterson, die scheidende Chefin von Bayer CropScience. Besonders stark werde das Saatgutgeschäft zulegen. Der Anteil des Bereichs am Umsatz von CropScience werde sich bis 2016 auf rund 20 Prozent verdoppeln, stellte Peterson in Aussicht.

Die Pflanzenschutzsparte von Bayer Börsen-Chart zeigen profitierte zuletzt von der starken Nachfrage aus Nordamerika und trug maßgeblich dazu bei, dass der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern seinen Gewinn im zweiten Quartal ausbaute

Künftig muss der Konzern allerdings ohne Peterson auskommen. Die Amerikanerin wechselt Ende des Jahres zum Konkurrenten Johnson & Johnson Börsen-Chart zeigen.

la/reuters

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