Montag, 23. September 2019

Facebook-Börsengang Banken machen gegen Nasdaq mobil

Massive technische Probleme: Der Facebook-Börsengang geriet für die US-Technologiebörse Nasdaq zu einem Fiasko

Banken sollen bei dem chaotischen Facebook-Börsengang einen Schaden von bis 500 Millionen Dollar erlitten haben. Die UBS greift die Nasdaq in einem Brief an die Börsenaufsicht scharf an. Die angebotene Entschädigung sei absolut unzureichend.

New York - Die Schweizer Großbank UBS greift die US-Technologiebörse Nasdaq wegen der Panne beim Facebook-Börsengang in einem Brief an die US-Börsenaufsicht SEC scharf an. Die von der US-Technologiebörse offerierte Entschädigungssumme von 62 Millionen US-Dollar bezeichnet sie darin als "beklagenswert unangemessen". Auch weitere Finanzinstitute, darunter die US-Bank Citigroup Börsen-Chart zeigen, haben sich bei der SEC schriftlich über die Nasdaq Börsen-Chart zeigen beklagt.

Insgesamt beziffert die schweizerische Großbank den direkten Schaden aus der technischen Panne beim Facebook-IPO für alle Marktteilnehmer auf mehr als 500 Millionen Dollar, wie die Bank in dem auf dem Internetportal der SEC veröffentlichten Brief schreibt. Die UBS alleine hatte bei der Veröffentlichung des Quartalsgebnisses einen Verlust von 349 Millionen Dollar aus dem Facebook-Börsengang ausgewiesen.

Die UBS habe wegen der Börsenpanne eine unbeabsichtigte große Position an Facebook-aktien Börsen-Chart zeigen aufgebaut, heißt es in dem Brief an die Börsenaufsicht. Die Liquidierung dieser Position habe dann wegen dem schnellen Zerfall des Facebook-Aktienpreises zu dem Verlust von mehr als 350 Millionen Dollar geführt. Die UBS fordert die SEC auf, im Hinblick auf diesen Fall ihre Regelungen zu ändern.

Der Facebook-Börsengang am 18. Mai war von massiven technischen Problemen der Nasdaq belastet worden. So war der Handelsbeginn um mehr als 30 Minuten verschoben worden. Zudem wussten Händler zum Teil stundenlang nicht, ob ihre Aufträge ausgeführt wurden. Die Nasdaq hatte in der Folge zunächst die Schaffung eines Entschädigungsfonds von 40 Millionen Dollar vorgeschlagen und diesen nach Protesten auf 62 Millionen Dollar aufgestockt.

rei/dpa-afx

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