Medizinische Versorgung Verband beklagt Apotheken-Sterben

Hierzulande schließen offenbar reihenweise Apotheken. Zahlen der Apothekerverbände zufolge machten allein im ersten Halbjahr sechs Apotheken pro Woche dicht. Die Gesamtzahl befindet sich bereits wieder auf dem Niveau von vor zehn Jahren. Betroffen sind vor allem ländliche Gebiete.
Vertrautes Symbol: Das bekannte Apothekenzeichen bekommt die Landbevölkerung immer seltener zu sehen

Vertrautes Symbol: Das bekannte Apothekenzeichen bekommt die Landbevölkerung immer seltener zu sehen

Foto: Patrick Pleul/ picture alliance / dpa

Berlin - Die Zahl der Apotheken in Deutschland nimmt laut einem Zeitungsbericht massiv ab. Im ersten Halbjahr 2012 hätten im Schnitt pro Woche sechs Filialen geschlossen, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände (ABDA). Demnach sank die Zahl der Apotheken inzwischen auf das Niveau von vor zehn Jahren.

Besonders betroffen von den Schließungen sind den Angaben zufolge ländliche Gebiete. Immer dort, wo ein Landarzt die Praxis schließe, mache auch die Apotheke dicht. ABDA-Chef Heinz-Günter Wolf sagte "Bild": "Das kann auf Dauer zu Lasten einer wohnortnahen Versorgung auf dem Land führen."

Wolf kritisierte zudem das Angebot der Politik auf 3 Prozent Honorarsteigerung. Diese solle für neun Jahre Arbeit und bei 30 Prozent mehr Personalkosten gelten, sagte der Apotheker-Vertreter. "Allein die Inflation schlägt mit 14 Prozent zu Buche. Wo bleibt da die Perspektive?"

cr/rtr
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