Neue Mitarbeiter Bahn erwägt Anwerbungen in Südeuropa

Grassierende Arbeitslosigkeit in Europas Süden, langsam zunehmender Fachkräftemangel in Deutschland: Jetzt prüft auch die Deutsche Bahn, ob sie Fachkräfte aus den Euro-Krisenländern Spanien, Griechenland oder Portugal für sich anwerben kann.
Deutsche Bahn: Neue Mitarbeiteranwerbung in Südeuropa erwogen

Deutsche Bahn: Neue Mitarbeiteranwerbung in Südeuropa erwogen

Foto: Daniel Karmann/ picture alliance / dpa

Berlin - Die Deutsche Bahn prüft, ob sie Fachkräfte aus den Euro-Krisenländern Spanien, Griechenland oder Portugal gewinnen kann. "Wir denken durchaus in diese Richtung", sagte Personalvorstand Ulrich Weber dem Wirtschaftsmagazin "Capital". "Über unsere ausländischen Tochterfirmen bei Schenker Rail oder Arriva haben wir dafür gute Voraussetzungen und diskutieren derzeit mit unseren Kollegen vor Ort, was wir machen können." Konkrete Maßnahmen seien aber noch nicht geplant.

Die Bundesagentur für Arbeit hat schon vor einem Jahr gezielt in südeuropäischen Krisenregionen um Fachkräfte geworben. Spanien, Griechenland und Portugal stecken in einer tiefen Rezession mit einer hohen Arbeitslosigkeit. In Spanien erreicht die Jobsucher-Quote derzeit ein Niveau von knapp 25 Prozent.

In den kommenden zehn Jahren muss die Bahn dem Bericht zufolge 80.000 Stellen neu besetzen. "Wir haben gerade eine engere bundesweite Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit verabredet", sagte Weber.

kst/rtr