Dienstag, 10. Dezember 2019

Kapitalerhöhung Linde sammelt 1,4 Milliarden Euro für Zukauf ein

Linde: Mit der Übernahme von Lincare will der Konzern Marktführer bei medizinischen Gasen werden

Der Industriegasekonzern Linde hat mit einer Kapitalerhöhung 1,4 Milliarden Euro für eine geplante Übernahme in den USA eingesammelt. Insgesamt gibt Linde rund 3,6 Milliarden Euro für den Sauerstoffgeräteanbieter Lincare aus. Die neuen Aktien sind für 2012 voll dividendenberechtigt.

München - 12,8 Millionen Aktien seien am Dienstag zum Preis von 109 Euro bei institutionellen Investoren platziert worden, teilte Linde am Dienstag mit. "Die Kapitalerhöhung ist ein Baustein zur Finanzierung der angestrebten Akquisition der Lincare", hieß es in der Mitteilung des Unternehmens.

Linde hatte Anfang Juli angekündigt, den Sauerstoffgeräteanbieter Lincare für 3,6 Milliarden Euro (4,6 Milliarden US-Dollar) zu schlucken und damit zum Marktführer im Geschäft mit Medizingasen aufzusteigen. Der Konzern hatte dabei erklärt, dafür über eine Kapitalerhöhung bis zu 1,5 Milliarden Euro einsammeln zu wollen.

Mit den nun erzielten Einnahmen sei Linde zufrieden, sagte ein Konzernsprecher. Sie lägen im Bereich der Planungen.

Linde hatte die Aktien nach Aussage von Bankern und Händlern in einer Spanne von 109 bis 111,50 Euro angeboten - zum Schluss wurden die Papiere am unteren Ende der Spanne verkauft. "Ich gehe davon aus, dass einige Investoren den Aktienkurs auch bewusst nach unten gedrückt haben, um einen günstigen Platzierungspreis zu bekommen", sagte eine Händler.

Die Aktie von Linde Börsen-Chart zeigen , die am Vormittag um fast fünf Prozent eingebrochen war, lag am Nachmittag nur noch 0,5 Prozent im Minus bei 114,60 Euro. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2012 voll dividendenberechtigt.

la/dapd/rtr

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