Mittwoch, 11. Dezember 2019

Für 20 Milliarden Dollar Anheuser will Corona-Brauer Modelo ganz

Anheuser-Busch: Will sich Mexikos Brauerei Modelo komplett einverleiben

Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev will den Corona-Hersteller Modelo aus Mexiko komplett übernehmen und bietet dafür rund 20 Milliarden Dollar. Damit würde die Konzentration auf dem Weltmarkt der Brauereien noch zunmehmen.

Leuven - Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev ("Becks", "Stella Artois") will den Corona-Hersteller Modelo komplett übernehmen und bietet dafür rund 20 Milliarden Dollar (rund 16,13 Milliarden Euro). Anheuser-Busch will im Rahmen der Übernahmevereinbarung 9,15 US-Dollar je Aktie zahlen, teilte der Konzern am Freitag mit. Anfang der Woche hatte der Hersteller von "Budweiser" bereits mitgeteilt, Gespräche mit der Grupo Modelo über eine Komplettübernahme zu führen.

AB Inbev verspricht sich aus der Übernahme der restlichen Anteile jährliche Kosteneinsparungen von mindestens 600 Millionen Dollar. Die Offerte liege rund 30 Prozent über dem Schlusskurs der Grupo Modelo vom 22. Juni. Der Konzern bezifferte den weltweiten Biermarkt auf rund 47 Milliarden US-Dollar. 2008 war Inbev mit der Übernahme von Anheuser Busch, der mit 52 Milliarden Dollar bislang größten in der Branche, in den Besitz von 50 Prozent der Grupo-Modelo-Anteile gekommen. Modelo verkauft sein Bier neben dem mexikanischen Heimatmarkt auch im Nachbarland USA und weiteren Ländern.

An der Börse reagierten Anheuser-Busch-Aktien im frühen Handel auf die Ankündigung mit einem Kursanstieg. Die Aktie legte um 0,98 Prozent auf 59,59 Euro zu.

kst/dpa-afx

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