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Fußball-EM: Adidas und Nike im Viertelfinale Kopf an Kopf

Foto: Darko Vojinovic/ AP

Umsatzrekord Adidas feiert Europameisterschaft

Drei der acht Viertelfinalisten bei der EM spielen in Drei-Streifen-Trikots von Adidas, entsprechend läuft das Geschäft: Adidas hat die Umsatzprognose für seine Fußballsparte angehoben - und steuert auf einen Rekordumsatz zu.

Warschau - Die laufende Fußball-Europameisterschaft (EM) lässt beim Sportartikelhersteller Adidas die Kassen klingeln. Der Dax-Konzern hob am Donnerstag seine Umsatzprognose für das wichtige Fußballgeschäft an. 2012 werde hier mit Rekorderlösen von klar über 1,6 Milliarden Euro gerechnet. Bisher waren 1,5 Milliarden Euro - das Niveau aus dem WM-Jahr 2010 - angepeilt worden.

Drei der acht Viertelfinalisten bei der EM in Polen und der Ukraine laufen mit den berühmten drei Streifen von Adidas  auf, darunter die Favoriten Spanien und Deutschland und das Überraschungsteam Griechenlands. Vom Trikot der deutschen Mannschaft haben die Franken schon mehr als eine Million Exemplare abgesetzt. Bis zu 1,2 Millionen könnten es werden, sagte Vorstandschef Herbert Hainer in Warschau. Überraschend gut verkaufe sich die grüne Variante im Retro-Look.

"Für das spanische Team haben wir schon fast eine Million Jerseys verkauft und wir wissen, dass die wirtschaftliche Lage in Spanien nicht die beste ist." Insgesamt werde Adidas rund um die EM bis zu 2,5 Millionen Trikots ihrer sechs Teams - ausgeschieden sind bereits Russland, Dänemark und die Ukraine - an die Fans bringen. "Zum Rekordergebnis trägt zudem bei, dass Adidas im Jahr 2012 mehr als sieben Millionen Bälle im Design des Tango 12 und somit mehr Euro-Bälle als jemals zuvor verkaufen wird", hieß es weiter. Auch bei Fußball-Schuhen sei mit neuen Bestwerten zu rechnen, ergänzte Adidas-Manager Markus Baumann.

Insgesamt ist die Nachfrage in Jahren mit großen Turnieren ungebrochen. "Fußball ist die mit Abstand größte Sportart auf der Welt", so Hainer. Adidas spürt immer mehr die die Konkurrenz durch Puma und Nike - weltweit die Nummer eins der Sportartikelbranche, im Fußballsegment aber hinter den Deutschen.

In beiden Gastgeberländern erfolgreich

Nike  hatte zusammen mit der Tochter Umbro dieses Mal besonders viele Teams am Start, die meisten sind aber schon ausgeschieden wie etwa die Niederlande. Noch im Rennen sind Frankreich, Portugal und England.

Puma hat mit Italien und Tschechien seine beiden Teams ins Viertelfinale durchgebracht. Je erfolgreicher Mannschaften abschneiden, desto besser verkaufen sich in der Regel auch ihre Trikots. Adidas betonte, in beiden Gastgeberländern erfolgreich zu sein. In Polen sei Nike im Fußballgeschäft die Marktführerschaft weggeschnappt worden. Hier gebe es hohe Zuwächse, obwohl das polnische Team um den Borussia-Dortmund-Star Robert Lewandowski bei Nike unter Vertrag steht.

In der Ukraine würden sich die Segmentumsätze verdoppeln. Hainer betonte, im Fußballbereich nicht auf Zukäufe angewiesen zu sein. "Wir sind hier schon Marktführer, wir brauchen nicht noch eine andere Marke." Nike hat Umbro - neben England noch Ausrüster von Irland und Schweden - gerade zum Verkauf gestellt. Bisher hat sich noch kein Interessent zu erkennen gegeben.

kst/rtr
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