Berater KPMG schluckt BrainNet

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG übernimmt die Einkaufs- und Managementberatung BrainNet. BrainNet ist mit rund 300 Mitarbeitern an 14 Standorten im Bereich Supply Chain Management aktiv.
KPMG-Zentrale: Das Unternehmen investiert mit der Übernahme von BrainNet in den Markt für Supply Chain Management

KPMG-Zentrale: Das Unternehmen investiert mit der Übernahme von BrainNet in den Markt für Supply Chain Management

Foto: DPA

St. Gallen/Bonn - Eine entsprechende Vereinbarung zwischen KPMG und BrainNet sei bereits unterzeichnet worden. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die manager magazin online vorliegt. Zur Kaufsumme machten die Unternehmen keine Angaben.

"Wir sind überzeugt, dass die Kombination unserer Erfahrungen unseren Kunden Vorteile bieten wird", sagte BrainNet-Chef Christian Rast. Die Übernahme erfolge vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden.

Durch diese strategische Investition könne KPMG sein Dienstleistungsangebot "entscheidend erweitern", ergänzte Klaus Becker, Sprecher des Vorstandes von KPMG Deutschland. KPMG untermauere mit der Übernahme den Anspruch, eine multidisziplinäre Firma zu sein.

Nach der Übernahme will KMPG seine Aktivitäten im Bereich Supply Chain Management bündeln und eine Einheit gründen, die die Dienstleistungen der Mitgliedsfirmen rund um die Themen Supply Chain Management und Procurement weltweit unterstützt. Dazu gehört die Beratung von Firmen in den Bereichen Produktion, Einkauf, Logistik sowie Forschung und Entwicklung. BrainNet-Chef Rast soll Chef der neuen Einheit werden.

BrainNet war 2011 in Zusammenhang mit einem Skandal um die European Business School (EBS) in die Schlagzeilen geraten. Gegen den damaligen EBS-Chef Christopher Jahns ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen Untreue. Jahns hatte zuvor bei mehreren BrainNet-Unternehmungen als Verwaltungsrat fungiert.

ts/la
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