Mittwoch, 27. Mai 2020

Kleinere Euro-Zone Deutsche Manager fordern Griechen-Austritt

Schwindendes Vertrauen: Manager für Verkleinerung der Euro-Zone

Deutschlands Manager verlieren das Vertrauen in die europäische Währung. Mehr als ein Drittel fordert offenbar bereits, dass etwa Griechenland die Euro-Zone zur Stabilisierung verlässt. Zudem fordern die Unternehmenslenker einen rigorosen Sparkurs zur Staatssanierung.

München - In den deutschen Vorstandsetagen schwindet das Vertrauen in den Euro. Nach einer Umfrage der Unternehmensberatung Booz & Company fordern 38 Prozent der befragten Topmanager die Verkleinerung der gemeinsamen Währungszone. Weitere 3 Prozent seien für die komplette Abschaffung des Euros, teilte Booz am Freitag in München mit.

Einig sind sich die Manager demnach, dass ein rigoroser Sparkurs unter der Kontrolle der EU der einzige Ausweg aus der aktuellen Krise sei: 96 Prozent sprachen sich dafür aus. "Um die Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsstaaten langfristig zu erhalten, sollte die EU stärker in die Geld-, Haushalts- und Steuerpolitik eingreifen", sagte Booz-Europachef Per-Ola Karlsson.

In Nordamerika seien 65 Prozent der Wirtschaftslenker beunruhigt oder sehr besorgt über die Krise in Europa, in Südamerika sogar 83 Prozent. Weltweit seien 75 Prozent der Manager der Meinung, dass die Europäische Union (EU) in puncto Wettbewerbsfähigkeit hinter anderen Regionen zurückbleibe. Booz habe zusammen mit der Business School Insead in Deutschland 260 und weltweit 2000 Manager befragt.

kst/dpa-afx

© manager magazin 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung