Schlussstrich Swiss Re stößt US-Tochter mit Verlusten ab

Swiss Re zieht einen Schlussstrich unter weite Teile seines Engagements in den USA. Für etwa 900 Millionen Dollar verkauft der Rückversicherer seine Tochter Admin Re in den USA an Jackson National Life - Investoren zeigen sich erfreut.
Rückzug aus den USA: Swiss Re stößt Admin Re ab

Rückzug aus den USA: Swiss Re stößt Admin Re ab

Foto: epa Keystone Limina/ picture-alliance/ dpa

Zürich - Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re trennt sich mit hohen Verlusten von einem Teil seines US-Geschäfts. Durch den Verkauf des Admin-Re-Geschäfts in den Vereinigten Staaten werde das Ergebnis im zweiten Quartal mit rund 900 Millionen Dollar (rund 727 Millionen Euro) belastet, teilte der Munich-Re-Konkurrent am Donnerstag in Zürich mit. Die genaue Höhe des Verlusts stehe erst nach Abschluss der Transaktion fest.

Am Aktienmarkt kam die Nachricht gut an, da Investoren schon länger auf eine Lösung für das zuletzt verlustträchtige Geschäft gehofft hatten. Das Swiss-Re-Papier  legte in den ersten Handelsminuten deutlich zu.

Swiss-Re-Chef Michel Lies begründete den Verkauf der Sparte mit der zu hohen Kapitalbindung des Admin-Re-Geschäfts in den USA. "Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir das Kapital in anderen Bereichen der Swiss Re Gruppe einsetzen möchten", hieß es in der Mitteilung. Immerhin spült der Verkauf dem Versicherer noch insgesamt 900 Millionen Dollar in die Kasse.

Die Admin Re ist einer von drei Geschäftsbereichen des Konzerns und übernimmt geschlossene Lebens- und Krankenversicherungsbestände, ganze Sparten oder das gesamte Grundkapital von Versicherern. Der Schweizer Versicherer hatte zuletzt angekündigt, sich auf profitable Geschäfte zu konzentrieren. Die Admin Re schrieb im vergangenen Jahr anders als die anderen Sparten des Konzerns rote Zahlen. Der Bereich soll sich in Zukunft auf das Geschäft in Europa konzentrieren. Dort sieht Lies Wachstumschancen.

Käufer des US-Geschäfts von American Re ist der amerikanische Versicherer Jackson National Life - eine Tochter des britischen Konzerns Prudential. Die Briten wollen die Übernahme mit eigenen Mitteln finanzieren. Durch die Übernahme von 1,5 Millionen Policen mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Milliarden Pfund (rund 10,4 Milliarden US-Dollar) soll Jackson National Life breiter aufgestellt werden und bereits im ersten Jahr einen Gewinn abwerfen.

nis/dpa-afx
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.