Schlecker-Bieter Droege Berater mit Gespür für Deals

"Wir sind in Orientierungsgesprächen", heißt es aus dem Hause Droege. Ja, der Berater und Investor Walter Droege will offenbar die Reste der insolventen Drogeriekette Schlecker haben - und seiner Industrieholding hinzufügen.
Walter P. J. Droege, Droege International Group

Walter P. J. Droege, Droege International Group

Foto: Droege Group

Düsseldorf - Der Unternehmensberater Walter P. J. Droege, 59, wird zu den 100 reichsten Deutschen gezählt. In der Liste der reichsten Deutschen des manager magazins steht er auf Platz 88 mit einem geschätzten Vermögen von 1,1 Milliarden Euro. Er gründete 1988 das Beratungs- und Investmenthaus Droege, an dessen Spitze er auch als Vorstand steht.

Die Düsseldorfer Gruppe hat zwei getrennte Geschäftsfelder. Die Unternehmensberatung bietet Dienstleistungen Kunden in zahlreichen Branchen vom Autobau bis zur Versicherungswirtschaft an. Schwerpunkte sind Wachstumsstrategien, Restrukturierung und Effizienzverbesserung.

Getrennt von dem Beratungsgeschäft für Kunden ist Droege auch Investor. Die Tochtergesellschaft Droege Capital beteiligt sich nach eigenen Angaben vorrangig an Firmen, von denen sich größere Konzerne durch Abspaltung trennen sowie an Unternehmen in Umbruchsituationen.

"Wir verfolgen einen unternehmerischen Ansatz - in der Ausprägung einer Industrie-Holding - durch die Zufuhr von Kapital, Managementressourcen und Know-how", heißt es auf der Homepage. Firmenbeteiligungen orientierten sich nicht am schnellen Ausstieg, sondern seien auf Langfristigkeit ausgerichtet, betont Droege.

Der Konzernumsatz belief sich nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) zuletzt auf 7,3 Milliarden Euro. Damit sei ein operatives Ergebnis von rund 290 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Für Zukäufe stehen laut dem FAZ-Bericht dreistellige Millionenbeträge an Eigenkapital je Transaktion zur Verfügung.

nis/dpa-afx
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