Teures Kerosin Flugverkehr über Deutschland bricht ein

Der Himmel über Deutschland wird wieder etwas blauer: In Zeiten teuren Kerosins lassen die Airlines ihre Maschinen häufiger am Boden. Bei inländischen Verbindungen ist sogar ein 18-Jahres-Tief erreicht.
Bleiben häufiger am Boden: Fliegen ist wegen der hohen Ölpreise auf kurzen Strecken zunehmend unattraktiv

Bleiben häufiger am Boden: Fliegen ist wegen der hohen Ölpreise auf kurzen Strecken zunehmend unattraktiv

Foto: Marius Becker/ dpa

Langen - Die Zahl der Flüge über Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) in den vergangen Monaten gesunken. "Die allgemeine wirtschaftliche Lage, der hohe Ölpreis und die Schuldenkrise in Europa setzen dem Luftverkehr derzeit sehr zu", sagte Dieter Kaden, DFS-Geschäftsführer am Donnerstag in Langen.

Unter dem Strich habe es zwar im vergangenen Jahr in Deutschland ein Plus bei der Zahl der Flugbewegungen um 3 Prozent auf gut drei Millionen gegeben. Aber seit Oktober sinke das Verkehrsaufkommen, seit Jahresbeginn sogar um 4,1 Prozent.

Im innerdeutschen Verkehr sei die Zahl der Flüge 2011 auf den niedrigsten Wert in der 18-jährigen DFS-Geschichte gesunken. Gut 376.000 innerdeutsche Flüge wurden 2011 gezählt - knapp 20 Prozent weniger als vor zehn Jahren.

Ins Bild passt die heutige Meldung von Air Berlin . Das Unternehmen verzeichnete im März 1,1 Prozent weniger Fluggäste. Die Kapazität sei sogar um 6,7 Prozent reduziert worden.

nis/dpa-afx/dapd
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