Weniger Gewinn Lufthansa erwartet 2012 Turbulenzen

Hoher Ölpreis und mögliche Streiks: Die Lufthansa stellt sich auf ein schwieriges Jahr ein. Vor allem die Konzerntöchter AUA und Germanwings machen Deutschlands größter Fluggesellschaft zu schaffen.
Schneetreiben am Frankfurter Flughafen: Lufthansa stellt eine vorsichtige Prognose

Schneetreiben am Frankfurter Flughafen: Lufthansa stellt eine vorsichtige Prognose

Foto: DPA

Frankfurt am Main - Die Lufthansa geht angesichts von Rekordölpreisen und Streikgefahr mit gebremsten Erwartungen ins laufende Geschäftsjahr. 2012 rechnet die Deutschland größte Fluggesellschaft mit einem operativen Gewinn im mittleren dreistelligen Millionenbereich, teilte Lufthansa mit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war der operative Gewinn um ein Fünftel auf 820 Millionen Euro gesunken. Wegen des Verkaufs der defizitären Konzerntochter British Midlands verbuchte Lufthansa  unter dem Strich sogar einen Verlust von 13 Millionen Euro.

Während die Marke Lufthansa und die Schweizer Tochter Swiss und Lufthansa Cargo operativ schwarze Zahlen schrieben, steckten die Österreich-Tochter Austrian Airlines (AUA) und der Billigflieger Germanwings in der Verlustzone.

Aktie legt zu

Die angeschlagene AUA dürfte nach Einschätzung des Vorstands auch in diesem Jahr nicht an die operative Gewinnschwelle herankommen. Die weitere Sanierung habe allerdings "oberste Priorität". Das Flugangebot im Passagiergeschäft soll in diesem Jahr nun statt um drei Prozent nur um zwei Prozent wachsen, teilte Lufthansa mit.

Die Lufthansa-Aktie schnellte nach Handelsstart am Donnerstag um 1 Prozent auf 10,67 Euro, dreht aber kurz darauf deutlich ins Minus.

Der Ausblick sei für das operative Ergebnis leicht positiv und das sollte die Aktie antreiben, sagte ein Börsianer. Das konservativ angestrebte operative Ergebnis im mittleren dreistelligen Millionenbereich entspreche den Erwartungen. Die endgültigen Zahlen bieten indes laut Händlern im Vergleich zu den bekannten Eckdaten keine Überraschungen.

ts/rtr/dpa-afx

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