Sparprogramm Beiersdorf will bis zu 1000 Jobs streichen

Beiersdorf kündigt weitere Maßnahmen an, um die Kernsparte des Unternehmens wieder auf Kurs zu bringen. Weltweit könnte das bis zu 1000 Mitarbeiter treffen, davon bis zu 230 in Deutschland.
Beiersdorf-Zentrale in Hamburg: Der Konzern will weiter kräftig sparen

Beiersdorf-Zentrale in Hamburg: Der Konzern will weiter kräftig sparen

Foto: Beiersdorf AG

Hamburg - Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf strafft sein Geschäft und will damit langfristig Kosten sparen. Ab dem Geschäftsjahr 2014 sei aus heutiger Sicht mit jährlichen Einsparungen von etwa 90 Millionen Euro zu rechnen, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit. Im nächsten Jahr sollen bereits 25 Millionen Euro eingespart werden und im Jahr 2013 etwa 75 Millionen Euro.

Die Kosten der Maßnahmen bezifferte das von dem Handelskonzern Maxingvest kontrollierte Traditionsunternehmen auf insgesamt etwa 265 Millionen Euro. Ein wesentlicher Teil davon werde im Jahr 2011 anfallen. Die Maßnahmen sollen laut Beiersdorf die Ertragskraft steigern und die Wettbewerbsfähigkeit mittelfristig verbessern.

Mit den Schritten solle die regionale Ausrichtung des Unternehmens gestärkt werden, heißt es. Der Aufsichtsrat habe die sogenannte Consumer Business Strategie 2015 genehmigt. Damit sollen laut Beiersdorf die Unternehmensstrukturen und -prozesse vereinfacht und optimiert sowie an der stärkeren Regionalisierung und an klar definierten Verantwortlichkeiten ausgerichtet werden.

Weltweit können davon laut Beiersdorf bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen sein, davon bis zu 230 in Deutschland. Die operative Ebit-Rendite der Beiersdorf-Gruppe insgesamt sowie des Unternehmensbereichs Consumer werde im Geschäftsjahr 2011 jeweils unverändert bei 10 bis 11 Prozent liegen. Der Unternehmensbereich tesa sei nicht betroffen.

cr/rtr/dpa-afx
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