Freitag, 28. Februar 2020

Schuldenberg American Airlines flüchtet in die Insolvenz

American Airlines-Maschine beim Start in Miami: Die Fluggesellschaft hat Insolvenz beantragt, um Schulden abbauen zu können

Die US-Fluggesellschaft American Airlines häuft seit langem schon Verluste an. Jetzt kommt der Befreiungsschlag: Die drittgrößte Airline der Vereinigten Staaten hat Insolvenz angemeldet, um Schulden loszuwerden. Zudem wurde der Chef ausgetauscht.

New York - Die drittgrößte US-Fluggesellschaft American Airlines hat nach hohen Verlusten Insolvenz angemeldet. Der Mutterkonzern AMR und mehrere Tochterfirmen beantragten am Dienstag Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts. Wie die Gesellschaft erklärte, läuft der Flugbetrieb aber normal weiter. Ziel des Schritts ist es, sich von Schulden zu befreien, um wieder durchstarten zu können.

American Airlines plagt sich seit langem mit hohen Verlusten. Alleine in den ersten neun Monaten dieses Jahres war ein Minus von unterm Strich 884 Millionen Dollar angefallen. Der Fluglinie machen die hohen Spritkosten und die scharfe Konkurrenz zu schaffen. Zudem liegt American Airlines mit den Mitarbeitern über deren Bezahlung im Clinch.

Ein neuer Mann an der Spitze soll nun das Ruder herumreißen: Thomas Horton folgt Gerard Arpey an der Spitze der Gesellschaft, wie American Airlines am Firmensitz in Fort Worth erklärte. "Das ist ein schwieriges Geschäft", räumte der frisch gekürte Firmenchef ein.

Noch ist unklar, welche langfristigen Auswirkungen die Insolvenz haben wird. American Airlines ist Teil des Luftfahrtbündnisses Oneworld, dem die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin 2012 beitreten will. Zudem hatte American Airlines erst vor einigen Monaten einen gigantischen Auftrag für neue Flugzeuge an Airbus und Boeing vergeben.

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cr/dpa-afx

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