Einzelhandel Guter Start ins Weihnachtsgeschäft

Der deutsche Einzelhandel hat eine positive Bilanz des ersten Adventswochenendes gezogen. Vor allem technische Geräte gingen vermehrt über die Ladentische. In den USA verzeichneten die Händler sogar einen Umsatzrekord.
Einkaufen am 1. Adventswochenende: Volle Läden, aber noch Luft nach oben

Einkaufen am 1. Adventswochenende: Volle Läden, aber noch Luft nach oben

Foto: DDP

Berlin/New York - Vor allem die Geschäfte in den Innenstädten hätten gute Umsätze verzeichnet, teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) mit. "Besonders nachgefragt waren technische Geräte wie Tablet-PCs, Smartphones und 3D-Fernseher", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Begehrt seien ferner Bücher, Strickwaren und Handtaschen sowie weihnachtliche Dekorationsartikel.

Auch die Hightechbranche ist mit dem Start ins Weihnachtsgeschäft zufrieden. In einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom berichteten 50 Prozent der Unternehmen von ähnlichen Umsätzen wie im vergangenen Jahr und 35 Prozent sogar von einer Umsatzsteigerung.

Im Weihnachtsgeschäft - also den Monaten November und Dezember - rechnet der Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahr mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent. Im November lagen die Umsätze allerdings etwas niedriger als vor einem Jahr. "Es ist noch Luft nach oben", räumte Genth ein. Entscheidend sei nun die Entwicklung in den kommenden Wochen. Die Vorweihnachtszeit ist für den Handel traditionell die umsatzstärkste Zeit des Jahres.

US-Einzelhandel mit Umsatzrekord

Der US-Einzelhandel ist dagegen mit einem Umsatzrekord in das wichtige Weihnachtsgeschäft gestartet. Über das vergangene Wochenende nach dem US-Feiertag Thanksgiving seien auch dank längerer Öffnungszeiten und vieler Angebote 52,4 Milliarden Dollar umgesetzt worden, teilte der Branchenverband NRF mit. Das waren rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ingesamt hätten von Donnerstag bis Sonntag 226 Millionen Amerikaner Geschäfte oder Internetshops besucht - ebenfalls ein neuer Rekord. Die Kauffreude überraschte einige Beobachter, die wegen der hohen Arbeitslosigkeit, gestiegener Benzinpreise und Sorgen um die Schuldenkrise in Europa eher mit Kaufzurückhaltung gerechnet hatten.

Besonders gut schlugen sich nach Einschätzung von Analysten die Händler Best Buy, Macy's und Wal-Mart. Vom Verlauf des Geschäfts geht auch ein Signal für die weltgrößte Volkswirtschaft aus - schließlich stehen die Konsumausgaben für rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA.

mg/dpa-afx/rtr
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