Neues Geschäftsfeld Deutsche Börse setzt auf Pferdewetten

Die Deutsche Börse plant den Einstieg ins Pferdewettengeschäft. Das Unternehmen will dabei Wetten einführen, die sich an Optionsscheinmodellen orientieren. Der Markt gilt als äußerst lukrativ.
Die Glocke für das Einläuten der letzten Runde hat er schon: Reto Francioni, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, plant den Einstieg ins Pferdewettgeschäft

Die Glocke für das Einläuten der letzten Runde hat er schon: Reto Francioni, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, plant den Einstieg ins Pferdewettgeschäft

Foto: dapd

Düsseldorf - Die Deutsche Börse will über ihre US-Tochter ISE in das lukrative Geschäft mit Pferdewetten einsteigen. Dazu soll das Handelssystem auf die Bedürfnisse von Sportwetten angepasst werden. "Die Gespräche für einen ersten Geschäftsabschluss laufen gut", sagte Tom Ascher, Strategievorstand der ISE, dem "Handelsblatt".

Damit stieße die Derivatetochter der Börse in ein Milliardengeschäft vor. Alleine in den USA umfasst der Markt für Pferdewetten zehn Milliarden US-Dollar.

Die ISE will mit ihrem Handelssystem "Longitude" Wetttypen bei Sportwetten einführen, wie sie an Börsen üblich sind. So soll es demnächst möglich sein, eine bedingte Wette zum Beispiel auf die Platzierung eines Pferdes abzugeben, die wieder gestrichen wird, wenn die Gewinnquote eine bestimmte Schwelle unterschreitet. Unterstützt wird die Tochter der Deutschen Börse  bei ihrem Vorhaben vom Verband der US-Pferdezüchter Jockey Club.

krk/dpa
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