Merck Lizenzverhandlung für Krebsarznei

Mit einem spektakulären Deal will Merck aus der Defensive kommen. Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern befindet sich in der Endphase der Verhandlungen mit der Berliner Biotechfirma Glycotope. Dabei geht es um eine verbesserte Variante des Krebspräparats Erbitux.
Krebsprüfzentrum des Klinikums Darmstadt: Merck verhandelt über ein mögliches Nachfolgemedikament für das Krebspräparat Erbitux

Krebsprüfzentrum des Klinikums Darmstadt: Merck verhandelt über ein mögliches Nachfolgemedikament für das Krebspräparat Erbitux

Foto: Uwe Anspach/ picture-alliance/ dpa

Hamburg - Wie das manager magazin aus der deutschen Biotechszene erfahren hat, befindet sich Merck in der Endphase der Verhandlungen mit der Berliner Biotechfirma Glycotope, die von den Brüdern Andreas und Thomas Strüngmann kontrolliert wird.

Wie das Magazin in seiner am Freitag (18. November) erscheinenden Ausgabe berichtet, geht es dabei um eine verbesserte Variante des Krebspräparats Erbitux und damit um einen potentiellen Nachfolger für ein Blockbustermedikament des Dax-Konzerns. Merck und Thomas Strüngmann wollten auf Anfrage keinen Kommentar zu den Verhandlungen abgeben.

Merck  würde das Präparat, das sich derzeit am Ende der ersten Phase der klinischen Erprobung befindet, zur Marktreife entwickeln und sich um die Genehmigung der nationalen Zulassungsbehörden bemühen. Eine Zulassung wäre ab dem Jahr 2015 möglich. Glycotope könnte im Erfolgsfall mit Lizenzeinnahmen in dreistelliger Millionenhöhe rechnen. Das Unternehmen gehört zu den Biotechfirmen, in die Thomas und Andreas Strüngmann einen Teil des Geldes investiert haben, das sie 2005 aus dem Verkauf ihres Generikaherstellers Hexal erlöst hatten.

Merck hat unter seinem neuen Pharmachef Stefan Oschmann zuletzt stark auf Einlizenzierungen und Kooperationen gesetzt. So entwickeln die Darmstädter gemeinsam mit dem japanischen Pharma-Unternehmen Ono Pharmaceutical ein orales Multiple-Sklerose-Medikament.

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