Finanzbranche Fondshäusern fehlen Anleger

Die Umsätze der Emissionshäuser geschlossener Fonds waren im dritten Quartal stark rückläufig. Vor allem Schiffs-, Solar und- Flugzeugfonds waren bei Anlegern offenbar kaum gefragt. Beteiligungen an Büro- und Einzelhandelsimmobilien dagegen fanden höheren Absatz.
Bürohäuser in Frankfurt: Geschlossene Immobilienfonds sind bei Anlegern gefragt - viele andere unternehmerische Beteiligungen dagegen nicht

Bürohäuser in Frankfurt: Geschlossene Immobilienfonds sind bei Anlegern gefragt - viele andere unternehmerische Beteiligungen dagegen nicht

Foto: Frank May/ dpa

Hamburg - Viele Emittenten geschlossener Fonds haben weiterhin Mühe, ihre Produkte zu verkaufen. Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise steht der Markt unter Druck - auch im vergangenen Quartal hat sich daran nichts geändert. Das belegen Zahlen, die heute vom Branchenverband VGF, in dem ein Großteil der Fondsemissionshäuser zusammengeschlossen ist, veröffentlicht wurden.

Den Zahlen zufolge sammelten die Emissionshäuser von Juli bis September Eigenkapital in Höhe von rund 667 Millionen Euro ein. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 818,6 Millionen Euro gewesen, der Rückgang beträgt also fast 20 Prozent. Einen scharfen Einbruch gab es beispielsweise erneut bei den Schiffsbeteiligungen, deren Marktvolumen um gut 60 Prozent zurückging. Zudem verzeichneten Solarfonds und Flugzeugfonds erhebliche Einbußen. Bei geschlossenen Immobilienfonds dagegen gab es deutliche Zuwächse.

"Der Rückgang der Eigenkapitalplatzierung bei geschlossenen Fonds liegt auf einer Linie mit den Mittelabflüssen bei Investmentfonds und ist damit Spiegelbild der Euro-Krise", so VGF-Geschäftsführer Eric Romba in einer Mitteilung. Anleger seien nach Einschätzung des Verbandes derzeit nur in sehr geringem Maße bereit, ihre vorhandene Liquidität in mittel- und langfristigen Kapitalanlagen zu binden.

cr