Trotz Schuldenkrise Hannover Rück bleibt auf Kurs

Die Hannover Rück ist zwar weder am Aktienmarkt noch in Staatsanleihen südeuropäischer Staaten stark engagiert, die jüngsten Marktturbulenzen bekam sie aber dennoch zu spüren. Die Folge: Der Überschuss fiel drastisch. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird dennoch beibehalten. 
Hannover Rück-Zentrale: Trotz Turbulenzen bleibt der Versicherer auf Jahressicht auf Kurs

Hannover Rück-Zentrale: Trotz Turbulenzen bleibt der Versicherer auf Jahressicht auf Kurs

Foto: DPA

Hannover - Die Hannover Rück hat wie die gesamte Rückversicherungsbranche im dritten Quartal 2011 unter den schwachen Kapitalmärkten gelitten. Der Überschuss sei von Juli bis September um 40 Prozent auf 163,2 Millionen Euro gefallen, teilte der Branchendritte am Mittwoch mit. Analysten hatten im Schnitt nur mit 134 Millionen Euro gerechnet. Das Kapitalanlageergebnis sank um 13 Prozent auf 278 Millionen Euro, damit aber weniger stark als befürchtet.

Die Hannover Rück hat kaum Aktien im Portfolio; griechische Staatsanleihen, die Marktführer Munich Re  zuletzt neuerliche Abschreibungen beschert hatten, fehlen sogar ganz. Nach ungewöhnlich hohen Belastungen durch Naturkatastrophen zu Jahresbeginn brachte das dritte Quartal nur moderate Schäden. Die Hannover Rück musste für 118 Millionen Euro geradestehen, hatte selbst mit 165 Millionen gerechnet. Größter Einzelschaden war Hurrikan "Irene" mit gut 20 Millionen Euro.

Der norddeutsche Konzern bekräftigte, dieses Jahr unter dem Strich mindestens 500 Millionen Euro verdienen und mehr als 40 Prozent davon als Dividende auszuschütten. Nach den ersten neun Monaten lag der Überschuss bei knapp 382 Millionen Euro.

Von Händlern an der Börse wurden die Zahlen der Hannover Rück  positiv aufgenommen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis habe der Rückversicherungskonzern die Prognosen übertroffen, kommentierte ein Händler in einer ersten Reaktion. Positiv sei auch, dass das Gewinnziel für das Gesamtjahr beibehalten wurde.

cr/rtr/dpa-afx

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