Wertberichtigung AIG-Verlust wächst auf vier Milliarden Dollar

Zehn von 15 der vergangenen Quartale hat der US-Versicherer AIG mit einem Milliardenverlust beendet. Der Fehlbetrag im dritten Jahresviertel erhöhte sich jetzt auf mehr als vier Milliarden Dollar. Der Konzern war vom Staat mit 182 Milliarden Euro gerettet worden.
Verbrennt das Geld der Steuerzahler: Der vom US-Staat gerettete Konzern AIG weist ein ums andere Quartal einen Milliardenverlust aus

Verbrennt das Geld der Steuerzahler: Der vom US-Staat gerettete Konzern AIG weist ein ums andere Quartal einen Milliardenverlust aus

Foto: MARIO TAMA/ AFP

New York - Der vom Staat gerettete US-Versicherer AIG  kommt nicht aus den roten Zahlen. Unter dem Strich belief sich der Verlust im dritten Quartal auf 4,11 Milliarden Dollar nach einem Minus von 2,52 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am späten Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte.

AIG machte eine Wertberichtigung bei seiner Flugzeugleasingsparte ILFC auf einen Teil der Flotte und eine Abschreibung auf seine Beteiligung am asiatischen Versicherer AIA für den Milliardenverlust verantwortlich. Es war das zehnte Mal in den vergangenen 15 Quartalen seit 2008, dass AIG einen Fehlbetrag von mindestens einer Milliarde Dollar verbuchte.

Im nachbörslichen Handel fiel die AIG-Aktie zunächst um 3,2 Prozent. Nach Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms im Volumen von einer Milliarde Dollar erholte sich der Kurs wieder etwas.

Die Regierung hatte AIG kurz nach dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers aufgefangen, um eine Kernschmelze in der Finanzbranche zu verhindern. Unter den Versicherern war AIG am stärksten betroffen. Das Rettungspaket hatte ein Volumen von 182 Milliarden Dollar. Dem Finanzministerium gehören noch rund drei Viertel an AIG. Die Beteiligung soll schrittweise bis Mitte 2012 heruntergefahren werden.

rei/reuters
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