Gewinnrückgang Beiersdorf leidet unter Konzernumbau

Konzernumbau und hohe Kosten für die Werbekampagne zum 100. Geburtstag von Nivea belasten Beiersdorf im dritten Quartal. Dennoch sieht sich das Unternehmen auf Kurs und ist für das gesamte Geschäftsjahr optimistisch.
Nivea von Beiersdorf: Die Traditionsmarke ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden

Nivea von Beiersdorf: Die Traditionsmarke ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden

Foto: Joern Pollex/ Getty Images

Hamburg - Der Nivea-Hersteller Beiersdorf sieht sich bei seinem Konzernumbau voll im Plan. Noch leide der Konzern aber unter der Aufgabe einiger Geschäftsfelder sowie der Sortimentstraffung, teilte Beiersdorf mit.

Im dritten Quartal sei der Umsatz in der Pflegesparte um 1,6 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro gesunken. Anders als in den Vorquartalen konnte dieses Mal die Klebersparte Tesa den Rückgang im wichtigsten Bereich des Konzerns nicht ausgleichen. Konzernweit ging der Erlös leicht auf 1,37 Milliarden Euro zurück. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel um 15 Prozent auf 142 Millionen Euro.

Vor allem die hohen Kosten für die Werbekampagne zum 100. Geburtstag der wichtigsten Marke Nivea belasteten das Ergebnis. Unternehmenschef Thomas-B. Quaas sieht jedoch schon erste Erfolge der Neuausrichtung. "Unsere Fokuskategorien Gesichts- und Körperpflege erreichten ein überdurchschnittliches Wachstum", sagte er.

Rückgang vor allem in Deutschland

So rechnet der Vorstand im laufenden Jahr konzernweit weiterhin mit einem leichten Umsatzplus - die Pflegesparte soll dabei wieder das Niveau des Vorjahres erreichen. Die am Ebit gemessene Rendite werde weiter bei 10 bis 11 Prozent erwartet.

Beiersdorf  erzielt den meisten Umsatz in den gesättigten und hart umkämpften europäischen Märkten. Hier machte sich auch die Straffung des Sortiments am deutlichsten bemerkbar. In Deutschland ging der Umsatz um 4,3 Prozent zurück, in Europa um 2,0 Prozent.

Starkes Wachstum erreicht Beiersdorf dagegen in Märkten wie Osteuropa (plus 3,7 Prozent) und Lateinamerika (plus 16,5 Prozent). Der asiatische Markt, sonst ebenfalls ein Wachstumsgarant, blieb im dritten Quartal lediglich stabil. Die Umsatzentwicklung in China war "aufgrund der anhaltenden Überarbeitung der Geschäftsstrukturen" negativ.

mg/dpa