Reederei Deilmann "Traumschiff"-Schwestern sind pleite

Nach dem Verkauf der Mehrheitsanteile an ihrer Reederei müssen die Schwestern Deilmann nun auch privat den Offenbarungseid leisten. Die ehemaligen Eignerinnen des Fernseh-"Traumschiffs" sollen Millionenschulden haben.
"MS Deutschland": Das "Traumschiff" gehörte lange der Deilmann-Reederei

"MS Deutschland": Das "Traumschiff" gehörte lange der Deilmann-Reederei

Foto: ZDF/Deilmann/ picture-alliance/ dpa/dpaweb

Hamburg - Die beiden ehemaligen Geschäftsführerinnen der langjährigen "Traumschiff"-Reederei Deilmann sind pleite. Gegen Hedda und Gisa Deilmann wurden Insolvenzverfahren eröffnet. "Es wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 17,3 Millionen Euro geltend gemacht", sagte Insolvenzverwalter Karsten Tötter am Mittwoch auf Anfrage in Hamburg und bestätigte damit einen Bericht der "Lübecker Nachrichten". Das Verfahren gegen Gisa Deilmann wurde am 10. Oktober beim Amtsgericht Eutin eröffnet.

Im August vergangenen Jahres hatte die Münchner Finanzholding Aurelius die Mehrheit an der aus der ZDF-"Traumschiff"-Reihe bekannten "MS Deutschland" übernommen. Die Holding stieg als Mehrheitseigner bei der Kreuzfahrtreederei Deilmann aus Neustadt in Holstein ein, der die "Deutschland" gehört. Presseberichten zufolge hält sie 95 Prozent der Anteile, die Deilmann-Schwestern werden von Aurelius als "Botschafterinnen der Reederei" eingesetzt.

Das ehemalige Deilmann-Flaggschiff "Deutschland" aus der ZDF-Serie "Das Traumschiff" mache weiter Kreuzfahrten und sei von der Insolvenz nicht berührt, sagte eine Sprecherin der Reederei Peter Deilmann am Mittwoch.

In der Finanzkrise hatte sich der Umsatz der Reederei halbiert, die Kunden blieben aus. Im vergangenen Jahr brannte es auch noch im Maschinenraum der "Deutschland". Das Schiff musste für 3,5 Millionen Euro repariert werden.

ak/dapd/dpa
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