Internationalisierung Continental baut neue Fabrik in Amerika

Deutscher Autoboom in den USA: Der Automobilzulieferer Continental will mehr als eine halbe Milliarde Dollar  in ein neues Reifenwerk in den USA investieren. Schon Mitte des Jahres 2013 soll die Produktion dort starten. Doch der Teutonenboom gefällt nicht allen in den Vereinigten Staaten.
Reifenhersteller Continental: Auf Expansion geschaltet

Reifenhersteller Continental: Auf Expansion geschaltet

Foto: DPA

Der Autozulieferer Continental investiert mehr als 500 Millionen Dollar in den Bau eines neuen Reifenwerks in den USA. Die Fabrik in Sumter im US-Bundesstaat North Carolina solle die steigende Nachfrage nach Pkw-Reifen decken, teilte Continental am Donnerstagabend mit. Die Bauarbeiten sollen Mitte 2012 beginnen und 2013 abgeschlossen sein.

Damit reiht sich Continental in die Reihe deutscher Hersteller aus der Autobranche ein, die ihre Fertigung in den Vereinigten Staaten deutlich ausbauen. Zuvor hatten bereits bekannte Autohersteller wie BMW  oder Volkswagen  neue Fabriken hochgezogen; VW gelang mit einem aufsehenerregenden Werbespot - platziert in den Werbepausen eines der bedeutendsten US-Sportereignisses - vor Werkseröffnung ein ungewöhnlicher Reklameerfolg. US-Medien und Politiker begleiten die Expansion der deutschen Autobranche in den USA teils kritisch.

Continental will in der Startphase des neuen Werks bei voll hochgefahrener Produktion fast fünf Millionen Pkw-Reifen im Jahr herstellen, bis zum Jahr 2021 solle die Kapazität acht Millionen Reifen pro Jahr erreichen. Bis zum Jahr 2020 werden nach Angaben von Continental mehr als 1600 Frauen und Männer dazu eingestellt. Continental baut sein Reifengeschäft derzeit weltweit aus.

Neben dem Bau des neuen Werks erhöht der Konzern zurzeit die Kapazitäten in seinen bestehenden Reifenwerken in Mt. Vernon im US-Bundesstaat Illinois sowie in Camacari in Brasilien. Zudem hatte Continental im August angekündigt, in Indien mehr als 50 Millionen Euro in die Produktion von modernen Radialreifen für Pkw und Nutzfahrzeuge zu investieren.

kst/rtr/dpa
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