Einigung mit Gewerkschaft Post zahlt Einsteigern niedrigere Löhne

4 Prozent weniger Lohn für neue Mitarbeiter: Die Deutsche Post hat sich mit der Gewerkschaft Ver.di auf ein Tarifpaket geeinigt. Auch die Altersteilzeit wurde neu geregelt, der Beschäftigungspakt bis Ende 2015 verlängert.
Briefverteilzentrum der Post: Gewinne im Briefgeschäft sollen stabil bleiben

Briefverteilzentrum der Post: Gewinne im Briefgeschäft sollen stabil bleiben

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa

Bonn - Das erklärte Ziel ist, die Gewinne aus dem Briefgeschäft stabil zu halten: Die Deutsche Post senkt die Einstiegslöhne um durchschnittlich vier Prozent. Neu eingestellte Briefzusteller erhalten demnach künftig 10,70 Euro pro Stunde statt wie bislang 11,13 Euro. Darauf haben sich das Unternehmen und die Gewerkschaft Ver.di geeinigt, teilte die Post mit.

Das ausgehandelte Tarifpaket enthält jedoch nicht nur Regelungen zu Lasten der Mitarbeiter: Der bis Ende des Jahres laufende Beschäftigungspakt wird um vier Jahre bis Ende 2015 verlängert. Zudem verständigten sich die Post und Ver.di auf ein neues Modell zur Altersteilzeit. 1500 befristet Beschäftigte sollen ein unbefristetes Angebot erhalten, bei der Post-Tochter First Mail beschäftigte Auszubildende sollen zudem zum Ende des Jahres zum Mutterunternehmen wechseln. Die Gehälter sollen im kommenden Jahr separat verhandelt werden.

Das Briefgeschäft bringt der Post einen Gewinn von einer Milliarde Euro - die Einigung ist laut Konzernchef Frank Appel ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung dieses Ergebnisses. So werde zusätzlich Spielraum geschaffen, um auf die künftigen Entwicklungen im schrumpfenden Briefmarkt reagieren zu können. "Damit stärken wir unsere Wettbewerbsposition und sichern Arbeitsplätze."

Bei der Altersteilzeit gehen Deutsche Post  und Ver.di einen neuen Weg: Eine Kombination aus Altersteilzeit und Zeitwertkonten soll es den Beschäftigten ermöglichen, gegen Ende des Berufslebens die Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum zu reduzieren, um dann nach einer Freistellungsphase abschlagsfrei in Rente gehen zu können. Die Mitarbeiter sollen frühzeitig ermuntert werden, Teile ihres Bruttoverdienstes auf Zeitwertkonten anzusparen. Das Guthaben kann aber auch für die Verlängerung der Elternzeit, zur Pflege von Angehörigen oder für eine zeitlich begrenzte Auszeit genutzt werden. Finanziert werden soll die Altersteilzeit teilweise über eine Anrechnung künftiger Lohnerhöhungen.

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