Fusion Deutsche Börse/Nyse Euronext EU-Kommission meldet Bedenken an

Obwohl die Europäische Kommission Bedenken angemeldet hat, wähnen sich Deutsche Börse und NYSE Euronext ungeachtet des Gegenwinds aus Brüssel bei ihrer Fusion auf Kurs.
Kommission: Skepsis bei Börsenfusion

Kommission: Skepsis bei Börsenfusion

Foto: AFP

Die EU hat wegen der Fusion von Deutsche Börse und NYSE Euronext Bedenken angemeldet. Die beiden Börsenbetreiber hätten von der Europäischen Kommission ein sogenanntes "Statement of Objections" erhalten, teilte die Deutsche Börse  am Mittwochabend mit und bestätigte damit entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Schreiben stelle jedoch lediglich eine vorläufige Position der Brüsseler Wettbewerbshüter dar. Beide Unternehmen arbeiteten eng mit der Kommission zusammen und strebten weiterhin einen Abschluss der Transaktion bis Ende des Jahres an.

Beide Unternehmen sehen sich ungeachtet des Gegenwinds aus Brüssel bei ihrer Fusion auf Kurs. Die zwei Börsenbetreiber hätten die Stellungnahme der EU-Kommission, in der diese ihre Bedenken gegen die Fusion darlegt, erhalten, teilten die Unternehmen am Mittwochabend mit. Das Statement stelle aber nur eine vorläufige Position der Kommission dar und nehme in keiner Weise das endgültige Ergebnis der Prüfung vorweg.

"Deutsche Börse und NYSE Euronext sind weiterhin der festen Überzeugung, dass der Zusammenschluss den Nutzern erhebliche Kapital- und Kostenersparnisse bietet", heißt es in der Erklärung. Beide Unternehmen würden eng mit der Kommission zusammen arbeiten und sähen einer Fortsetzung der Gespräche entgegen.

Deutsche Börse und NYSE Euronext können nun versuchen, die Bedenken der EU zu zerstreuen oder durch Zugeständnisse die Hindernisse für eine Fusion zum weltgrößten Börsenbetreiber aus dem Weg zu räumen. Die EU-Kommission will bis zum 13. Dezember bekanntgeben, ob und unter welchen Bedingungen sie den Zusammenschluss zulässt. Sie will die Übernahme wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken etwa im Derivate-Geschäft eingehend prüfen. Offen ist, ob sie die Abgabe von Geschäftsbereichen fordert.

got/dpa-afxp/rtr
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