Mittwoch, 26. Juni 2019

Übernahme Logistikgigant Imperial greift bei Lehnkering zu

Der Rotterdamer Hafen: eine wichtige Anlaufstation für die Binnenschiffe von Lehnkering

Der südafrikanische Logistikriese Imperial übernimmt den Duisburger Konkurrenten Lehnkering mit bundesweit knapp 2000 Beschäftigten. Der Name Lehnkering werde ebenso erhalten bleiben wie die Duisburger Unternehmenszentrale.

Duisburg - Der südafrikanische Logistik-Riese Imperial übernimmt den Duisburger Konkurrenten Lehnkering mit bundesweit knapp 2000 Beschäftigten. Mit dem Zukauf wolle Imperial sein Geschäft in Europa weiter ausbauen, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Imperial Logistics International, Gerhard Riemann, am Freitag in Duisburg. Die geplanten Übernahme stehe noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe durch die Europäische Kommission.

Riemann bezifferte den Kaufpreis auf rund 173 Millionen Euro, einschließlich der übernommenen Schulden liege der Preis bei rund 270 Millionen Euro. Verkäufer sei die Frankfurter Private Equity-Gesellschaft Triton. Triton hatte Lehnkering 2004 nach mehreren Eigentümerwechseln übernommen.

Der Name Lehnkering werde ebenso erhalten bleiben wie die Duisburger Unternehmenszentrale, erklärte Riemann. Ein Arbeitsplatzabbau sei im Zuge der Übernahme nicht geplant. Das Unternehmen sei vielmehr auf der Suche nach neuen Arbeitskräften und wolle auch gezielt Werbung betreiben.

Imperial und Lehnkering werden rund 1,4 Milliarden Euro umsetzen

Zusammen mit den weltweit rund 2700 Beschäftigten von Lehnkering werde Imperial Logistics International künftig rund 6200 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro erwirtschaften, sagte Riemann. Es existierten derzeit nur wenig Überschneidungen zwischen den Unternehmen, so dass sich beide Firmen gut ergänzten. Lehnkering sei derzeit vor allem auf die Binnenschifffahrt und den Straßengüterverkehr von chemischen Produkten spezialisiert.

Die südafrikanische Muttergesellschaft Imperial Holdings ist ein börsennotiertes Unternehmen mit rund 40.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von umgerechnet rund 6,8 Milliarden Euro. Neben der Logistik, die etwa ein Drittel zum Konzernumsatz beisteuere, sei das Unternehmen in den Bereichen Autohandel, Autovermietung und Tourismus aktiv. Etwa die Hälfte des Logistik-Geschäfts werde auf dem afrikanischen Kontinent abgewickelt. Das Europa-Geschäft werde von Duisburg aus gesteuert.

krk/dpa

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