Lebensversicherungen Allianz zieht sich aus Japan zurück

Rückschlag für die Allianz: Nach nur dreieinhalb Jahren muss sich Europas größter Versicherungskonzern größtenteils aus Japan zurückziehen. Das Interesse an Lebensversicherungen ist dort so gering, dass sich das Geschäft nicht mehr lohnt.
Allianz-Zentrale in Frankfurt: Ende des Nippon-Ausflugs

Allianz-Zentrale in Frankfurt: Ende des Nippon-Ausflugs

Foto: Daniel Karmann/ picture-alliance/ dpa/dpaweb

München/Tokio - Ab Januar werde die zuständige japanische Tochter nur noch die bestehenden Verträge verwalten, aber kein Neugeschäft mehr machen, teilte Allianz mit. Über den Rückzug hatte zuvor auch die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet.

Die Allianz  konnte nach dem Einstieg in das Lebensversicherungsgeschäft in Japan im April 2008 mit dem Angebot nicht wirklich punkten, derzeit gibt es laut Allianz rund 33.000 Policen. Auf dem deutschen Heimatmarkt sind es mehr als 20 Millionen.

Die Geschäfte mit Feuerversicherungen in Japan sind von dem Rückzug aber nicht betroffen. Die Allianz hat in Japan angesichts der Kursabschläge an der Börse und der niedrigen Zinsen mit deutlichen Erlösrückgängen zu kämpfen.

mg/dpa
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