Mitarbeitervergleich Inder und Chinesen sind am motiviertesten

In indischen und chinesischen Unternehmen gibt es einer Studie zufolge die motiviertesten Mitarbeiter. Die Deutschen landeten nur im Mittelfeld. Sie sind mit ihrem Gehalt häufig unzufrieden.
Menschenmenge in Shanghai: Auf einem Motivationsindex erreichten Chinesen 67 Punkte

Menschenmenge in Shanghai: Auf einem Motivationsindex erreichten Chinesen 67 Punkte

Foto: epa Michael Reynolds/ picture-alliance/ dpa

Gummersbach - Am unmotiviertesten sind angeblich die Japaner: In einer Kienbaum-Studie landeten die Angestellten aus der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt auf dem letzten Platz. Die motiviertesten Mitarbeiter sind demnach Inder und Chinesen. Die Aufbruchsstimmung und das hohe Wachstum in diesen Ländern könnten Gründe für das hohe Engagement sein, so die Unternehmensberatung. Auf einem Motivationsindex erreichten indische Arbeitnehmer 74, Chinesen 67 Punkte. Die Motivation der deutschen Mitarbeiter lag im Mittelfeld.

Mitarbeiter der Finanzbranche und der High-Tech-Industrie erwiesen sich der Studie zufolge im weltweiten Vergleich als die engagiertesten Branchen. Aber auch die Motivation von Angestellten im öffentlichen Sektor sei relativ hoch - entgegen der landläufigen Meinung. In die Studie flossen die Angaben von 10.000 Arbeitnehmern aus 18 Ländern ein, davon 2500 aus Deutschland.

Mitarbeiter in Deutschland schätzen laut der Studie vor allem, dass die Unternehmen ihre Erwartungen an Arbeitnehmer klar kommunizierten. Was das Gehalt angeht, sind die Deutschen allerdings deutlich unzufriedener als ihre österreichischen und Schweizer Kollegen. Auch bei der Frage, ob die jeweilige persönliche Leistung vom Unternehmen anerkannt wird, ist der Anteil der Zufriedenen in der Schweiz zwölf Prozentpunkte höher als in Deutschland. Ihre Weiterbildungsmöglichkeiten schätzten Schweizer und Österreicher ebenfalls positiver ein als ihre deutschen Kollegen.

kra/afp
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