Dienstag, 17. September 2019

U.S. Postal Service 120.000 Jobs bei der US-Post bedroht

Post-Filiale in den USA: Mehr als 3500 Postämter sollen geschlossen werden

Die staatliche Post in den USA steht vor einem weiteren Milliardenverlust. Daher prüft die Unternehmensspitze nun den Abbau von mehr als 100.000 Arbeitsplätzen

Washington - Die US-Post will wegen ihrer finanziellen Schwierigkeiten möglicherweise bis zu 120.000 Stellen streichen. Dem staatlichen Unternehmen drohen das zweite Jahr infolge Verluste in Milliardenhöhe, wie aus dem Jahresbericht des U.S. Postal Services (USPS) für 2010 hervorgeht.

Die US-Post hat mit dem Rückgang im Briefgeschäft durch das Internet und den Rückgang in der Werbung durch die Rezession in den USA zu kämpfen. Um die Verluste einzudämmen, wird erwogen, 3653 Postämter zu streichen, das ist rund ein Zehntel der Poststellen. Besonders betroffen wären ländliche Postämter. Zudem will USPS die Mitarbeiter auch aus den Renten- und Gesundheitsverträgen für staatliche Bedienstete herausnehmen und stattdessen ein eigenes System aufbauen.

Für alle Maßnahmen ist aber die Zustimmung des Kongresses erforderlich, zudem drohen Konflikte mit den Gewerkschaften. Die US-Post hat in den vergangenen vier Jahren schon 110.000 Stellen gestrichen und ist derzeit dabei, weitere 7500 Jobs in der Verwaltung abzubauen. Laut dem Jahresbericht hatte die Behörde 583.908 Beschäftigte.

mg/dapd

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