Bis zu 2500 Starts betroffen Fluglotsen streiken am Donnerstag

Am Donnerstag müssen Reisende mit massiven Störungen im Flugverkehr rechnen. Die Fluglotsen treten von 6 bis 12 Uhr in den Streik, teilte ihre Gewerkschaft mit. Bis zu 2500 Flüge könnten betroffen sein.
Verlangen mehr Einfluss: Die Fluglotsen treten in den Streik

Verlangen mehr Einfluss: Die Fluglotsen treten in den Streik

Foto: Oliver Berg/ dpa

Frankfurt am Main - Die Fluglotsen in Deutschland treten in den Streik. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) rufe die Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung (DFS) erstmals für Donnerstag dazu auf, an allen Standorten zwischen sechs und zwölf Uhr ihre Arbeit niederzulegen, sagte ein GdF-Sprecher am Dienstag in Frankfurt am Main.

Bis zu 2500 Flüge könnten Schätzungen zufolge direkt von dem Streik am Donnerstag betroffen sein. Das am Wochenende vorgelegte verbesserte Tarifangebot der Flugsicherung sei "nicht verhandelbar", begründete die Gewerkschaft ihre Entscheidung.

Ein Arbeitskampf könnte den Fluggesellschaften und den Flughäfen schnell Millionenverluste einbringen, die Ralph Beisel vom Flughafenverband ADV bereits mit denen aus der Aschewolke von Island verglichen hat. Wegen der zentralen Lage Deutschlands würde zudem das gesamte europäische Luftverkehrssystem beeinträchtigt.

Zuletzt hatte die DFS noch am Wochenende ein neues Angebot unterbreitet. Die Arbeitgeber boten 3,2 Prozent mehr Gehalt ab August und weitere Steigerungen auf insgesamt 5,2 Prozent binnen 29 Monaten, wie ein DFS-Sprecher sagte. Dieses Angebot lehnte die GdF am Dienstag als "nicht akzeptabel" ab.

Das Angebot sei "nicht ausreichend, nicht ausgewogen und fällt teilweise sogar hinter den Verhandlungsstand von Juni zurück", sagte der GdF-Bundesvorstand Michael Schäfer. Die Gewerkschaft verlangt ein Gehaltsplus von 6,5 Prozent sowie bessere Arbeitsbedingungen für die 5500 tariflich Angestellten der DFS.

nis/afp/rtr/dpa

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