Holtzbrinck StudiVZ-Verkauf gescheitert

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat ihre Hoffnung aufgegeben, das soziale Netzwerk StudiVZ kurzfristig verkaufen zu können. Konzernchef Stefan von Holtzbrinck hat die Investmentbank Goldman Sachs angewiesen, die Suche nach einem Käufer für die VZ-Gruppe vorerst einzustellen.
Von Klaus Boldt
Stefan von Holtzbrinck: StudiVZ-Verkauf abgesagt

Stefan von Holtzbrinck: StudiVZ-Verkauf abgesagt

Foto: Alexander Hassenstein/ Getty Images for Hubert Burda Me

Hamburg - Die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (unter anderen "Zeit", "Saarbrücker Zeitung", Macmillan, S. Fischer, Rowohlt) hat ihre Hoffnung aufgegeben, das soziale Netzwerk StudiVZ kurzfristig verkaufen zu können.

Wie das manager magazin in seiner am 22. Juli erscheinenden August-Ausgabe berichtet, habe Konzernchef Stefan von Holtzbrinck (48) die Investmentbank Goldman Sachs angewiesen, die Suche nach einem Käufer für die VZ-Gruppe vorerst einzustellen, die weit hinter ihren Wettbewerber Facebook zurückgefallen ist.

Weder unter Medienunternehmen noch privaten Investoren im In- und Ausland hatte es akzeptable Gebote gegeben. Holtzbrinck hatte Anfang 2007 für die Online-Community 85 Millionen Euro bezahlt und später durch MeinVZ und SchülerVZ erweitert.

Wie es in dem Magazin-Bericht heißt, werde StudiVZ, dessen Mitgliederzahl schrumpft, in diesem Jahr voraussichtlich einen Gewinn ausweisen. In spätestens drei Monaten soll die Website relauncht werden. Ein Holtzbrinck-Manager wird mit den Worten zitiert: "Es kann niemandem recht sein, wenn der Markt durch Facebook monopolisiert wird, das beim Datenschutz keine Rücksichtnahmen kennt."

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