Duisburg Eon verkauft Anteile an Stadtwerken

Eon trennt sich von seinen Anteilen an den Stadtwerken Duisburg. Die Beteiligung von 20 Prozent wurde an die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft der Stadt verkauft. Den Preis verraten die Parteien nicht.

Düsseldorf - Der größte deutsche Strom- und Gaskonzern Eon  trennt sich von seinen Anteilen an den Stadtwerken Duisburg. Wie das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mitteilte, sei die Beteiligung von 20 Prozent an die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft der Stadt verkauft worden. Über die Höhe des Preises wurde Stillschweigen vereinbart. Die Stadtwerke Duisburg erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 800 Millionen Euro.

Inzwischen hat Eon aus geplanten Verkäufen seit der Ankündigung im November vergangenen Jahres bereits mehr als 9 Milliarden Euro von insgesamt geplanten 15 Milliarden Euro bis Ende 2013 erlöst. Der Löwenanteil entfiel dabei auf ein Gazprom-Aktienpaket und das britische Stromnetz. Seit Monaten wird über weitere Verkäufe von Beteiligungen spekuliert. Genannt wurde auch die Tochterfirma Eon Ruhrgas, die in diesem Jahr voraussichtlich einen milliardenschweren Verlust zu verkraften hat.

Nach Angaben eines Konzernsprechers befindet sich Eon weiterhin in Gesprächen mit Gazprom über ein Anpassung der Gaspreise nach unten. In einigen Medienberichten hatte es zuvor geheißen, dass die Verhandlungen endgültig gescheitert seien und Eon nur noch der Weg offen stehe, vor ein internationales Schiedsgericht zu ziehen. Durch neu erschlossene Gasquellen und ein größeres Angebot von Flüssiggas sind die Preise an den Spotmärkten stark gefallen. Auf die gesunkenen Preise können Importeure wie Eon bislang aber kaum reagieren, weil sie an langfristige Lieferverträge gebunden sind.

cr/dpa
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