Optikerkette Fielmann verkauft mehr Brillen

Die Geschäfte der Optikerkette Fielmann florieren. Das Unternehmen steigerte seinen Brillenabsatz im ersten Halbjahr 2011 um 200.000 auf 3,3 Millionen. Auch Umsatz und Gewinn kletterten. Die Anleger reagieren dennoch enttäuscht.
Guter Durchblick: Fielmann steigerte im ersten Halbjahr seinen Brillenabsatz

Guter Durchblick: Fielmann steigerte im ersten Halbjahr seinen Brillenabsatz

Foto: DPA

Hamburg - Die gestiegene Kauflust der Verbraucher lässt die Kassen bei Fielmann klingeln. Deutschlands führende Optikerkette verkaufte von Januar bis Juni 3,3 Millionen Sehhilfen, rund 200.000 mehr als vor Jahresfrist, wie der im MDax  gelistete Konzern anlässlich seiner Hauptversammlung am Donnerstag in Hamburg bekanntgab.

Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 7 Prozent auf 522 Millionen Euro. Noch stärker legte der Vorsteuergewinn zu, der nach vorläufigen Zahlen um 9 Prozent auf etwa 86 Millionen Euro wuchs.

Fielmann profitierte davon, dass die Kundschaft vermehrt zu aufwendigen Gleitsichtbrillen greift, was die Einnahmen steigen lässt. Angesichts gut laufender Geschäfte hatte Vorstandschef Günther Fielmann bereits im Frühjahr Zuwächse bei Absatz, Umsatz und Gewinn für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt. Die Expansion im deutschsprachigen Ausland soll behutsam fortgeführt werden. Zur Jahresmitte betrieb Fielmann im In- und Ausland 656 Niederlassungen, sieben mehr als vor einem Jahr.

An der Börse wurden die Nachrichten indes nicht positiv aufgenommen. Die Aktien von Fielmann  rutschten im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz (L&S) um 0,33 Prozent auf 77,63 Euro ab. In den Xetra-Handel starteten die Papiere mit einem ähnlichen Minus. Der Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr fiel laut Analyst Georg Remshagen von der Commerzbank schwächer aus als von ihm erwartet. Als einen möglichen Grund dafür nannte er höhere Marketingausgaben. Der Experte hielt an seiner "Reduce"-Einschätzung der Fielmann-Titel bei einem Kursziel von 60,00 Euro fest.

cr/rtr/dpa-afx
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