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Volkswagen, Daimler, Eon: Die umsatzstärksten Firmen Deutschlands

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Ranking Deutschlands Topfirmen feiern Umsatzboom

Für die deutsche Wirtschaft läuft es rund: Die 500 größten Unternehmen des Landes haben laut einem Ranking im vergangenen Jahr 12 Prozent mehr Umsatz gemacht als 2009 - das größte Plus seit elf Jahren. Die Anzahl der Firmen, die zu den wertvollsten der Welt gehören, verdoppelte sich.

Berlin - Die 500 größten Unternehmen Deutschlands steigerten ihren Umsatz 2010 im Durchschnitt um 11,8 Prozent. Das ist das Ergebnis eines Rankings der "Welt". Die deutschen Topunternehmen haben dabei jeweils mindestens eine Milliarde Euro umgesetzt. Für 2009 hatte die Zeitung noch ein durchschnittliches Umsatzminus von 8 Prozent errechnet. Ein höheres Wachstum als im vergangenen Jahr gab es zuletzt vor elf Jahren. Im Jahr 2000 verzeichneten die Top 500 demnach ein Umsatzplus von 17,1 Prozent.

Unangefochten an erster Stelle liegt der Volkswagen  mit einem Umsatz von 126,9 Milliarden Euro (plus 20,6 Prozent). Daimler  hat Eon  von Platz zwei verdrängt. Mit 97,8 Milliarden Euro Umsatz (plus 23,9) steht der Stuttgarter Automobilbauer wieder kurz vor dem Sprung in den dreistelligen Milliarden-Umsatz-Bereich. E.on belegt mit 92,9 Milliarden Euro Umsatz (plus 13,5 Prozent) Platz drei. Deutlich aufwärts ging es für BASF . Der Chemieriese steigerte seinen Umsatz auf 63,9 Milliarden Euro und stieg in der Rangliste von Platz zehn auf sechs.

Wie aus dem "Welt"-Ranking hervorgeht, beschäftigten die Top-500-Konzerne 2010 weltweit 2,9 Prozent mehr Menschen als im Jahr davor. Der Beschäftigungszuwachs ist deutlich geringer als der Umsatzanstieg, weil die Konzerne in der Krise die Kapazitäten vor allem durch Kurzarbeit, aber nicht durch Stellenabbau angepasst hatten.

Gleich drei deutsche Unternehmen schafften zudem den Sprung unter die 100 wertvollsten Konzerne der Welt. Gehörten 2009 nur drei Firmen aus der Bundesrepublik zu diesem illustren Kreis, sind es nun doppelt so viele: Siemens , BASF, Volkswagen , SAP , Daimler und Bayer . Das Ranking beruht auf dem Börsenwert, der sich aus der Zahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs ergibt. Gemessen am Umsatz schafften es laut "Welt" sogar zwölf deutsche Konzerne in die Top 100.

cr/dpa-afx
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