Mittwoch, 27. Mai 2020

Vergleichsstudie Europäische Konzerne profitabler als US-Konkurrenz

Renditebringer: Der Softwarekonzern SAP gehörte im vergangenen Jahren zu den profitabelsten Unternehmen Deutschlands

Europas Konzerne waren 2010 erstmals seit vier Jahren wieder profitabler als die US-Wettbewerber. Dies ergab ein Vergleich der 500 größten börsennotierten Handels-, Dienstleistungs- und Industrieunternehmen diesseits und jenseits des Atlantiks.

Düsseldorf - Europas börsennotierte Unternehmen sind einer Analyse zufolge profitabler als ihre Wettbewerber in den USA. Die 500 größten börsennotierten Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen Europas steigerten ihre Nettoumsatzrendite im abgelaufenen Geschäftsjahr von 4,8 auf 7,3 Prozent - ein Plus von rund 50 Prozent. Dies geht aus einer Rangliste des "Handelsblatts" hervor. Bei den US-Konzernen stieg die Marge demnach lediglich von 6,1 auf 7,2 Prozent.

Die Nettoumsatzrendite zeigt an, wie viel vom Umsatz nach Abzug aller Kosten und Steuern als Gewinn bleibt. Nur im Jahr 2007, als die US-Wirtschaft sich bereits abschwächte, derweil Europa noch boomte, war Amerika schon einmal schwächer.

Insgesamt steigerten die 500 größten europäischen Unternehmen laut der Auswertung ihre Nettogewinne um durchschnittlich 74 Prozent auf 501 Milliarden Euro. Solch einen großen Zuwachs habe es nie zuvor gegeben, heißt es in dem Bericht. Damit seien die Konzerne nur noch sieben Prozent vom Ergebnis des Rekordjahres 2007 entfernt.

Unter den zehn renditeträchtigsten Firmen mit Margen zwischen 27 und über 100 Prozent findet sich laut dem Bericht keine deutsche Firma. Mit dem Chiphersteller Infineon Börsen-Chart zeigen, der Softwareschmiede SAP Börsen-Chart zeigen, der Senderkette ProSiebenSat.1 Börsen-Chart zeigen und dem Siliziumspezialisten Wacker Chemie Börsen-Chart zeigen schafften vier deutsche Unternehmen Umsatzrenditen von mehr als zehn Prozent.

krk/dpa-afx

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