Urteil KfW muss Telekom Schadenersatz zahlen

Die Telekom hat sich mit einer Millionenklage gegen die staatseigene Bank KfW durchgesetzt. Laut Richterspruch des BGH hat der Konzern Anspruch auf 95 Millionen Euro Schadenersatz. Der Fall muss neu verhandelt werden. Hintergrund ist ein Vergleich mit T-Aktionären im Jahr 2005 in den USA.
Siegt vor dem Bundesgerichtshof: Die Telekom setzt sich gegen die staatseigene Förderbank KfW durch

Siegt vor dem Bundesgerichtshof: Die Telekom setzt sich gegen die staatseigene Förderbank KfW durch

Foto: A3250 Oliver Berg/ dpa

Karlsruhe/Bonn - Der Bundesgerichtshof (BGH) hob am Dienstag auf Revision der Deutschen Telekom  ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln auf und verwies es zur Neuverhandlung zurück. Bei der Klage ging es um 112 Millionen Euro, Hintergrund ist ein Gerichtsverfahren von 2005 in den USA.

Dort hatten Aktionäre geklagt, nachdem die T-Aktie in den Keller gegangen war. Sie fühlten sich von der Telekom nicht gut genug informiert und erhielten Recht. Die Telekom musste ihnen 112 Millionen Euro zahlen. Das Geld wollte das Unternehmen von ihren damaligen Großaktionären Bund und KfW zurückhaben. Diese hätten den Börsengang samt Werbekampagne angeordnet und seien damit auch für Mängel verantwortlich, begründete die Telekom ihre Forderung.

Nach Ansicht des BGH muss die KfW der Telekom damit alle Kosten für den Vergleich in den USA ersetzen. Die Telekom habe Anspruch auf einen Schadenersatz von rund 95 Millionen Euro. Die Höhe der Rechtsanwaltskosten, die die Telekom auf rund 17 Millionen Euro veranschlagt, sei aber noch offen. Darüber müsse das nun das Oberlandesgericht Köln entscheiden.

rei/dpa/reuters
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