Investition BASF baut neue Kunststofffabrik

BASF kündigt eine Investition in Europa an. Der weltweit führende Chemiekonzern will eines der größten Werke für den Kunststoff TDI errichten, der vor allem in der Möbel- und Autoindustrie zum Einsatz kommt. Für den genauen Standort gibt es zwei heiße Kandidaten. 
BASF-Stammwerk in Ludwigshafen: Der Chemieriese will in eine neue Fabrik investieren

BASF-Stammwerk in Ludwigshafen: Der Chemieriese will in eine neue Fabrik investieren

Foto: BASF

Hamburg - Der Chemieriese BASF  stockt angesichts der anhaltend hohen Nachfrage aus der Auto- und Möbelindustrie seine Kapazitäten auf. Das Unternehmen werde eine neue Anlage für TDI (Toluoldiisocyanat) in Europa bauen, entweder am Stammsitz in Ludwigshafen oder im belgischen Antwerpen, kündigte der weltgrößte Chemiekonzern am Donnerstag an.

Das Werk soll eine Jahreskapazität von 300.000 Tonnen haben und ab 2014 produzieren. Nach Angaben des Unternehmens werden etwa 100 neue Arbeitsplätze geschaffen.

TDI ist ein Ausgangsstoff für Polyurethane, die unter anderem in Sitzpolstern oder der Innenverkleidung von Autos sowie bei Matratzen und Polsterungen in der Möbelindustrie zum Einsatz kommen. BASF ist der weltgrößte Produzent von TDI, das der Konzern bisher in Werken in den USA, Südkorea, China und in Schwarzheide bei Dresden herstellt.

Das neue Werk wird nach Angaben des Unternehmens eines der größten seiner Art weltweit sein und die größte Anlage, in der TDI im sogenannten einsträngigen Verfahren produziert wird. Bei diesem Verfahren wird das Produkt in einem Fluss hergestellt, alle Prozeßstufen sind also wie Waggons in einem Zug hintereinander geschaltet. Daneben gibt es mehrsträngige Anlagen, bei denen mehrere Einzelnstränge parallel laufen.

Zur Höhe der geplanten Investition wollte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage keine Angaben machen. Die Summe werde gemeinsam mit der Wahl des endgültigen Standorts bekanntgegeben, so die Sprecherin.

"Wir rechnen in den kommenden Jahren im weltweiten TDI-Markt mit einem Wachstum über dem des Bruttoinlandsprodukts und mit einem deutlichen Beitrag aus Zentral- und Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika", sagte der für Polyurethane zuständige BASF-Manager Wayne Smith.

cr/rtr
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