Vergleich Apothekenanzeigen kosten Google halbe Milliarde

Der Internetkonzern Google hat offenbar viel Geld mit illegalen Anzeigen von Internetapotheken verdient. Jetzt hat die Webfirma Ärger mit den US-Behörden. Einem Bericht zufolge steht ein Vergleich inklusive einer Zahlung von 500 Millionen Dollar bevor.
Im Fokus der Justiz: Google hat offenbar unerlaubte Anzeigen verbreitet

Im Fokus der Justiz: Google hat offenbar unerlaubte Anzeigen verbreitet

Foto: DPA

Washington - Der Internetriese Google  wird wegen unerlaubter Anzeigen kanadischer Onlineapotheken auf seiner Suchmaschinen-Website möglicherweise 500 Millionen Dollar (351 Millionen Euro) zahlen. Ein Vergleich mit dem US-Justizministerium stehe kurz bevor, weshalb Google diese Summe zur Seite gelegt habe, berichtete die Zeitung "Wall Street Journal" am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe.

Das US-Justizministerium prüfe, ob Google wissentlich Anzeigen von Internet-Apotheken mit Sitz in Kanada oder anderen Ländern akzeptiert habe, obwohl dies in den USA nicht erlaubt sei, berichtete das "Wall Street Journal". Google könnte auf diese Weise hunderte Millionen Dollar verdient haben.

Es sei aber unklar, was genau den Apotheken vorgeworfen werde, ob sie Nachahmerprodukte oder Medikamente mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum verkauften, ob sie verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezeptvorlage abgaben, oder beides. Google wollte sich auf Anfrage von AFP nicht zu den Vorwürfen äußern.

Ein Vergleich in Höhe von 500 Millionen Dollar wäre laut "WSJ" eine der teuersten Einigungen zwischen den US-Behörden und einem privaten Unternehmen. Google hatte Anfang der Woche angekündigt, die Summe im ersten Quartal 2011 zur Seite gelegt zu haben, aber lediglich auf einen laufenden Rechtsstreit wegen einiger Anzeigenkunden verwiesen.

cr/afp
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