Quartalsbilanz Telekom erleidet heftigen Gewinnrückgang

Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht. Der Konzernüberschuss fiel von 767 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 480 Millionen Euro. Belastungen kamen vor allem aus den Aktivitäten in den USA und dem europäischen Ausland.
Viel Gegenwind: Die Telekom hatte keinen guten Start ins Jahr

Viel Gegenwind: Die Telekom hatte keinen guten Start ins Jahr

Foto: A3250 Oliver Berg/ dpa

Frankfurt am Main - Die Deutsche Telekom  ist mit viel Gegenwind ins Jahr gestartet. In Europa brach der Umsatz auf breiter Front ein und in Deutschland lastete eine Gebührensenkung auf dem Geschäft. Der Boom bei Datenverträgen für Handys verhinderte Schlimmeres. Der Konzernüberschuss brach im ersten Quartal um 43 Prozent auf 480 Millionen Euro ein, wie der Bonner Konzern am Freitag mitteilte.

Vor allem in Osteuropa liefen die Geschäfte wegen der Wirtschaftsprobleme Griechenlands und der Staaten auf dem Balkan nur schleppend - insgesamt sank der Europa-Umsatz um 8 Prozent. In Deutschland kostete die von der Regulierungsbehörde verlangte Senkung der Mobilfunkterminierungsgebühren Erlös: der Umsatz auf dem Heimatmarkt fiel um 3 Prozent auf sechs Milliarden Euro. Allerdings verdiente die Telekom hier besser - unter anderem dank der anhaltend hohen Nachfrage nach mobilen Datendiensten.

Das langjährige Sorgenkind T-Mobile USA, das an den US-Branchenriesen AT&T verkauft werden soll, verlor weiter Kunden und Umsatz. "Die Zahlen zum ersten Quartal lassen erkennen, dass weitere Herausforderungen auf uns warten", sagte Telekom-Chef Rene Obermann. Insgesamt sank der Konzernumsatz im ersten Quartal um 3 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro.

Damit verfehlte die Telekom die Erwartungen der Analysten. Sie hatten mit 14,7 Milliarden Euro Umsatz und 590 Millionen Euro Überschuss gerechnet. In diesem Jahr erwartet die Telekom unverändert ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von 19,1 Milliarden. Der Free Cashflow soll bei mindestens 6,5 Milliarden Euro liegen.

cr/rtr/dpa
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