Kündigung Hochtief-Finanzchef macht Platz für ACS

Nach Konzernlenker Herbert Lütkestratkötter räumt nun auch Finanzchef Burkhard Lohr angesichts der bevorstehenden Machtübernahme durch ACS seinen Posten bei Hochtief. Der Manager macht dank der Change-of-Control-Klausel wie seine Kollegen Kasse.
Hochtief-Finanzchef Lohr: Erhält voraussichtlich mehr als drei Millionen Euro Entschädigung

Hochtief-Finanzchef Lohr: Erhält voraussichtlich mehr als drei Millionen Euro Entschädigung

Foto: DPA

Essen - Finanzchef und Arbeitsdirektor Burkhard Lohr lege zum 18. Oktober sein Vorstandsmandat nieder, teilte Hochtief mit. Der 48-Jährige habe von seinem Sonderkündigungsrecht im Zusammenhang mit der Überschreitung der 30-Prozent-Beteiligungsschwelle durch ACS Gebrauch gemacht.

Die Vorstandsverträge räumen den Hochtief-Topmanagern bei einer tiefgreifenden Veränderung der Eigentümerstruktur ausdrücklich die Möglichkeit zur Kündigung ihres Arbeitsvertrages ein. Finanziell muss sich der Manager wegen des Schrittes dabei keine Sorgen machen. Ihm steht laut Vertrag eine Entschädigung von zweieinhalb Jahresbezügen zu. Dies wären bei Lohr mehr als drei Millionen Euro.

Lohr war 20 Jahre für Hochtief  tätig und prägte den Wandel des Konzerns vom klassischen Bauunternehmen zum internationalen Baudienstleister maßgeblich mit. Seit 2006 gehörte er dem Vorstand des Konzerns an.

Erst kürzlich hatte Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter zum 12.Mai seinen Abschied angekündigt. Sein Nachfolger ist Vorstandsmitglied Frank Stieler. ACS hält inzwischen über 40 Prozent am größten deutschen Baukonzern. ACS wollte sich zum Abgang Lohrs nicht äußern.

mg/dapd/rtr
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