Mittwoch, 1. April 2020

Finanzdienstleister Widerstand gegen MLP-Sparpläne

MLP-Zentrale in Wiesloch: Insgesamt sollen 42 Stellen eingespart werden, darunter auch 14 Führungskräfte

MLP-Chef Uwe Schroeder Wildberg will dem angeschlagenen Finanzdienstleister ein Restrukturierungsprogramm verordnen und mehrere Stellen streichen, auch im Topmanagement. Die Mitarbeiter begehren auf und wollen einen Betriebsrat gründen.

Hamburg - Die Mitarbeiter des im SDax notierten Finanzdienstleisters MLP wollen sich mit der Gründung eines Betriebsrates gegen Restrukturierungspläne des Managements zur Wehr setzen. Das berichtet das manager magazin nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Insgesamt 30 Millionen Euro will MLP-Chef Uwe Schroeder Wildberg bis Ende 2012 einsparen. Die verschiedenen Ebenen des Unternehmens sollen verdichtet und Arbeitsabläufe gestrafft werden. In der Folge sollen 56 Stellen in der MLP eingespart werden, darunter auch 14 Führungskräfte.

Die für die Gründung einer Arbeitnehmervertretung notwendige Betriebsversammlung soll bis Ende April stattfinden. Bis Mitte Juni könnte das Gremium dann gewählt und arbeitsfähig sein.

Die einstige Wachstumsfirma MLP Börsen-Chart zeigen agiert schon seit längerem im Rückwärtsgang. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Management Kosten in Höhe von 16,8 Millionen Euro eingespart. Das einstige Dax-Unternehmen leidet unter sinkenden Umsätzen und zunehmenden Ertragsdruck. Mit den Sparmaßnahmen soll die Ebit-Marge bis Ende 2012 auf 15 Prozent steigen.

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