Probleme mit Leighton Hochtief kassiert Prognose

Bilanzprobleme der australischen Tochter machen Hochtief zu schaffen. Der Essener Baukonzern wird in diesem Jahr deshalb einen weit geringeren Gewinn einfahren als geplant. Die Aktie bricht ein.
Es läuft nicht mehr rund: Hochtief hat Probleme mit seiner australischen Tochter Leighton

Es läuft nicht mehr rund: Hochtief hat Probleme mit seiner australischen Tochter Leighton

Foto: A3512 Roland Weihrauch/ dpa

Essen - Wegen bilanztechnischer Unklarheiten bei der australischen Tochtergesellschaft Leighton hat der Baukonzern Hochtief seine eigene Gewinnprognose für dieses Jahr zurückgenommen. Es sei eine "signifikante Beeinträchtigung der Hochtief-Prognose" zu erwarten, teilte das Unternehmen mit. Die Gewinnprognosen für die Jahre 2012 und 2013 seien davon nicht betroffen.

Die Aktie von Hochtief  geriet am Donnerstag stark unter Druck. Zeitweise gab sie um bis zu 7 Prozent nach und gehörte zu den schwächsten Werten im Nebenwerte-Index MDax.

Leighton habe zuvor die sofortige Aussetzung des Handels mit seinen Aktien bei der australischen Börse beantragt, hieß es weiter. Diese Maßnahme solle spätestens bis zum Handelsbeginn am kommenden Montag wieder aufgehoben werden.

Nach Angaben von Hochtief  hat Leighton seinen Schritt damit begründet, dass die am 24. Februar veröffentlichte Ergebnisprognose überprüft werde und dieser Vorgang noch nicht abgeschlossen sei. Leighton wolle dazu Näheres vor Wiederaufnahme des Handels am Montag bekanntgeben.

Im Geschäft von Lang & Schwarz lagen die Aktien des Bau-Konzerns 5,7 Prozent unter dem Mittwochsschluss von 76,00 Euro. "Das Hochtief-Ziel eines operativen Gewinns von einer Milliarde Euro dürfte wohl durch eine Gewinnwarnung bei Leighton um 10 bis 20 Prozent nach unten zu korrigieren sein", sagte ein Analyst. "ACS wird sich aber freuen, Hochtief-Aktien zu günstigen Kursen einsammeln zu können."

nis/dpa-afx/rtr

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