Trotz Wetterchaos Deutsche Bahn mit zweistelligen Zuwachsraten

Trotz massiver technischer Probleme und damit verbundenen Zugausfällen ist die Anzahl der Reisenden mit der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr gestiegen. So konnte Vorstandschef Rüdiger Grube bei der Bilanzvorlage einen deutlichen Zuwachs bei Umsatz und Gewinn präsentieren.
Bahn-Chef Grube: "Wir sind deutlich früher als erwartet aus der Krise herausgekommen"

Bahn-Chef Grube: "Wir sind deutlich früher als erwartet aus der Krise herausgekommen"

Foto: DPA

Berlin - Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn legte der Konzern 2010 zweistellig zu, wie die Deutsche Bahn mitteilte. "Wir sind damit deutlich früher als erwartet aus der Krise herausgekommen", sagte Vorstandschef Rüdiger Grube.

Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 17,3 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg um 27,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro gegenüber 830 Millionen im Jahr 2009. Die Schulden stiegen durch den Kauf des britischen Verkehrskonzerns Arriva um 1,9 Milliarden auf 16,9 Milliarden Euro.

Die Zahl der Reisenden auf der Schiene stieg nach Angaben der Bahn trotz weiter bestehender technischer Probleme 2010 um 2,2 Prozent auf 1,95 Milliarden. Sie lag damit über der Zahl aus dem Rekordjahr 2008.

Eine noch kundenfreundlichere Bahn sei in den nächsten Jahren das Ziel der Deutschen Bahn, sagte Grube. "Wir befinden uns auf dem Weg, aber wir sind nicht am Ziel."

Im vergangenen Jahr hatte der Staatskonzern mit drastischen Problemen bei seinen ICE-Zügen zu kämpfen. Kälte und Schnee bereiteten der Bahn im Winter Schwierigkeiten, viele ICE-Züge verspäteten sich oder fielen ganz aus. Im Sommer wiederum fielen bei extremer Hitze die Klimaanlagen in rund 50 ICEs aus. Auch die S-Bahn in Berlin sorgte monatelang wegen technischer Probleme für Negativschlagzeilen.

mg/afp
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