Auslandsboom China ist Deutschlands Investitionsfavorit

Deutschlands Industrie hat sich umgestellt. Über Jahrzehnte steckte sie den Großteil ihres Investitionsbudgets in Projekte in Europa. Jetzt aber hat China den Spitzenplatz als gefragtester Investitionsort der deutschen Industrie eingenommen - und ein weiterer Wachstumsmarkt holt auf.
Außenhandel mit China: Deutsche Industrie setzt auf Fernost

Außenhandel mit China: Deutsche Industrie setzt auf Fernost

Foto: STR/ AFP

Berlin - China rückt zum ersten Mal an die Spitze der gefragtesten Investitionsstandorte der deutschen Industrie. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages hervor, wie die "Berliner Zeitung" berichtet.

Demnach planen mittlerweile 43 Prozent der Unternehmen, die 2011 im Ausland investieren wollen, den Aufbau neuer Vertriebs- oder Fertigungskapazitäten in China. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Damit verdrängt China Europa von der Spitze der beliebtesten Regionen für Investitionen.

Wie aus der Umfrage weiterhin hervorgeht, rückt zunehmend auch Südamerika ins Blickfeld der deutschen Industrie. Vor allem die Kfz-Industrie setzt auf Märkte in Asien und Lateinamerika.

Insgesamt, so der DIHK, schreitet die Internationalisierung der deutschen Industrie rasant voran. Die Unternehmen werden in diesem Jahr so viel im Ausland investieren wie noch nie.

kst/dpa/afp
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