Indische Piloten Weitere Fluglizenzen entzogen

Da sie nicht genügend Flugstunden vorweisen können, überprüft die indische Polizei die Fluglizenzen weiterer 14 Piloten. Bereits vergangenen Monat wurden sechs Piloten wegen fehlender Qualifikationsnachweise festgenommen worden.
Flughafen Mumbai: Der Fälschungsskandal indischer Fluglizenzen weitet sich aus

Flughafen Mumbai: Der Fälschungsskandal indischer Fluglizenzen weitet sich aus

Foto: Str/ dpa

Neu Delhi - Der Skandal in Indien um Piloten ohne die erforderliche Ausbildung zieht weitere Kreise: Wie die indische Flugaufsicht am Freitag mitteilte, wurden 14 weiteren Piloten die Fluglizenzen entzogen. Die betroffenen Piloten von Passagiermaschinen hätten ihre Nachweise über geleistete Flugstunden gefälscht, sagte der Chef der zivilen Luftfahrtbehörde, E.K. Bharat Bhusan.

Alle 14 Piloten hatten demnach Zeugnisse der selben Flugschule im westindischen Bundesstaat Rajasthan vorgelegt. Die Polizei prüfe nun die Bordbücher der dortigen Fluglehrer. Piloten müssen für eine Fluglizenz mindestens 200 Flugstunden vorweisen können, einige der Piloten hatten aber nur 50 bis 60 Flugstunden hinter sich.

Begonnen hatte der Skandal vergangenen Monat mit der Enttarnung einer Pilotin der Billigfluglinie IndiGo, die eine gefälschte Lizenz für Frachtflüge gehabt hatte. Sie war überprüft worden, nachdem sie bei einem Landemanöver eine A320-Maschine beschädigt hatte.

Die Überprüfung ergab nach Angaben indischer Medien, dass sie bereits zehn bis 15 Mal auf falsche Weise gelandet war. Seitdem wurden insgesamt sechs Piloten wegen Betrügereien beim Nachweis von Qualifikationen festgenommen. Die Luftfahrtbehörde überprüft derzeit Tausende Fluglizenzen.

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