Dax-Konzerne 30 Riesen haben 96 Milliarden verdient

Der Aufschwung hat sich bemerkbar gemacht: Im vergangenen Jahr haben die 30 bedeutendsten deutschen Aktiengesellschaften ihre Gewinne im Schnitt um 66 Prozent gesteigert. Insgesamt verdienten sie 96,6 Milliarden Euro - und haben jetzt nach Beratermeinung auf Wachstum umgeschaltet.
Daimler-Chef Dieter Zetsche: Größter Milliardengewinn unter den Dax-Konzernen

Daimler-Chef Dieter Zetsche: Größter Milliardengewinn unter den Dax-Konzernen

Foto: Uli Deck/ dpa

Hamburg - Die Gewinne der Dax-Unternehmen sprudeln wieder. Nach einer am Dienstag vorgelegten Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young verzeichneten die 30 deutschen Konzerne, deren Aktien im Frankfurter Aktienleitindex Dax notiert sind, im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr einen Gewinnanstieg um 66 Prozent auf 96,6 Milliarden Euro.

Der Umsatz dieser Konzerne stieg im gleichen Zeitraum um 13 Prozent. "Die Unternehmen haben inzwischen wieder mit aller Kraft auf Wachstum umgeschaltet", kommentierte Hendrik Hollweg, Mitglied der Geschäftsführung bei Ernst & Young Deutschland, in einer Mitteilung.

Besonders gut schnitten demnach die Automobilunternehmen ab mit einem Gewinnwachstum von 8,8 Milliarden (Daimler ), 5,3 Milliarden (Volkswagen) und 4,8 Milliarden Euro (BMW). Das Wachstum gehe nicht nur auf das Konto einer stark gestiegenen Auslandsnachfrage, sondern sei auch auf eine deutlich gestiegene Investitionsbereitschaft in Deutschland zurückzuführen. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen, sagte Hollweg. Allerdings setzten die unsichere Lage in Japan und die Militäraktion in Libyen hinter alle Prognosen ein dickes Fragezeichen.

Die Konzerne hätten 2010 wieder deutlich mehr Geld in Projekte gesteckt: Die Investitionen in Forschung und Entwicklung stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent.

Die Zahl der weltweit bei den Dax-Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter stieg im vergangenen Jahr um 1 Prozent auf 3,75 Millionen. Dieser leichte Anstieg sei allerdings auf Zukäufe zurückzuführen. Zwölf Unternehmen haben demnach Personal abgebaut. 2010 sei es bei vielen Unternehmen zunächst darum gegangen, mit der bestehenden Belegschaft wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen.

kst/dpa-afx
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