Schiesser Kein Feinripp von Joop

Lange war Wolfgang Joop als Kreativdirektor für Schiesser im Gespräch, nun kommt es doch nicht zu der geplanten Zusammenarbeit. Das aus der Insolvenz gerettete Wäscheunternehmen habe bereits den Markenauftritt und auch die Kollektionen ohne die Unterstützung des Modedesigners weiterentwickelt.
Feinrippwäsche aus der Serie "Schiesser Revival": Der Wäschhersteller hat im vergangenen Herbst einige klassische Feinrippmodelle erfolgreich wiederbelebt

Feinrippwäsche aus der Serie "Schiesser Revival": Der Wäschhersteller hat im vergangenen Herbst einige klassische Feinrippmodelle erfolgreich wiederbelebt

Foto: DDP

Radolfzell - Die in den vergangenen Monaten diskutierte Zusammenarbeit zwischen dem Wäscheunternehmen Schiesser und Modemacher Wolfgang Joop kommt nicht zustande. Das sei in beiderseitigem Einvernehmen beschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. Für eine Zusammenarbeit gebe es zu wenig Spielräume, da der Markenauftritt stehe und die Weiterentwicklung der Kollektionen so weit abgeschlossen sei, sagte ein Schiesser-Sprecher.

Die Maßnahmen träfen im Handel auf "eine äußerst positive Resonanz". Es sei gelungen, die Stärken der Marke zu bewahren und ihr gleichzeitig "neuen Schwung zu verleihen", sagte der Sprecher. Dieser Weg sei eine solide Grundlage für den geplanten Börsengang.

Das Traditionsunternehmen musste im Februar 2009 Insolvenz anmelden. Daraufhin wurde der Großteil der Lizenzverträge für Marken wie Puma, Tommy Hilfiger oder Levi's, mit denen Schiesser hohe Verluste eingefahren hatte, gekündigt. Die Eröffnung eines Outlet-Stores auf dem Firmengelände brachte das Unternehmen dann wieder in die schwarzen Zahlen. 400 der 2300 Stellen fielen weg. Anfang dieses Jahres ließ der Wäschehersteller die Insolvenz offiziell hinter sich.

sk/dapd
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